Kölle Alaaf: Die Jecken feiern Weiberfastnacht

Köln – An diesem Donnerstag startet für die Jecken am Rhein der Straßenkarneval. Das Wetter soll an Weiberfastnacht eher ungemütlich werden. Mehr als 1000 Polizisten sollen für Sicherheit sorgen.

Karnevalisten feiern an Weiberfastnacht in Köln.
Karnevalisten feiern an Weiberfastnacht in Köln.  © DPA

In Köln fordert traditionell das Dreigestirn die Stadtschlüssel ein. In Düsseldorf und Bonn steht der Tag im Zeichen der Möhnen bzw. Waschweiber, also närrischer Frauen.

Das Wetter wird bei all dem nicht mehr so schön wie in den letzten Tagen. Nur am Anfang scheine noch die Sonne, dann dürften Wolken aufziehen, sagte Meteorologe Daniel Tüns vom Deutschen Wetterdienst. Wärmer als 14 Grad werde es nicht mehr.

Die Kölner Polizei ist mit über 1000 Beamten präsent. Überall, wo die Stimmung unter Alkohol-Einfluss kippe, werde man konsequent einschreiten, sagte ein Polizeisprecher.

"Wir sind vorbereitet, notfalls eine Vielzahl von Menschen in Gewahrsam zu nehmen. Feiern in Ordnung - aber wer glaubt, unter dem Deckmantel des Karnevals aggressiv werden zu können, der ist in Köln an der falschen Adresse."

Update, 20.50 Uhr: erste Bilanz der Kölner Polizei

Wie die Polizei Kölnt mitteilt, nahmen die Einsatzkräfte bis 19.30 Uhr 25 Personen in Gewahrsam.

Nach exhibitionistischen Handlungen und sexuellen Belästigungen wurden zudem zwei Tatverdächtige (23, 31) vorläufig festgenommen.

Update, 18.55 Uhr: Mehr Rettungsdienst-Einsätze als im vergangenen Jahr

Wie die Feuerwehr am Donnerstagabend mitteilte, ist der Rettungsdienst bereits seit den frühen Morgenstunden im Dauereinsatz – nicht nur karnevalsbedingt.

Seit dem Morgen gab es 417 Einsätze, im Vorjahr waren es 380. Einsatzschwerpunkte lagen in der Altstadt, der Südstadt und im "Kwartier Latäng".

In den mobilen Unfall-Hilfsstellen wurden 190 Menschen medizinisch versorgt. 56 Feiernde wurden zur Behandlung in Krankenhäuser gebracht.

Feuerwehr und Rettungsdienst sind nach einigen Angaben auf eine lange und arbeitsintensive Nacht vorbereitet.

Sie bitten alle, die den Notruf wählen, den Einsatzort so genau wie möglich zu beschreiben und den Einsatzkräften vor Ort zu zeigen, wo sie hin müssen.

Update, 17.44 Uhr: Ist an Karneval alles erlaubt?

Eine neue repräsentativen Emnid-Umfrage im Auftrag der "Welt" wollte von den Jecken wissen, ob bei Karnevals-Kostümen alles erlaubt ist oder eben nicht.

Demnach sprachen sich 62 Prozent der etwa 1000 Befragten für einen Verzicht auf Waffenattrappen bei der Karnevals-Kostümierung aus.

30 Prozent finden religiöse Verkleidungen unangemessen. Das Schwärzen des Gesichts, das sogenannte "Blackfacing", halten allerdings nur 19 Prozent der Befragten für verwerflich.

Für 28 Prozent gilt: Im Karneval ist alles erlaubt, auch bei den Kostümierungen.

Update, 16.30 Uhr: Ordnungsamt zieht erste Zwischenbilanz

Die Stadt Köln und das Ordnungsamt haben am Nachmittag eine erste vorläufige Zwischenbilanz gezogen.

Nur 39 Wildpinkler konnten bis 15 Uhr gestellt werden. Die Stadt hatte vorsorglich 700 Toiletten in der Stadt aufstellen lassen, um das Wildpinkeln einzudämmen. Laut Stadt seien deutlich weniger Wildpinkler beobachtet worden.

Innerhalb der Glasverbotszonen in der Südstadt wurden 104 Personen gestoppt. Sie mussten ihre Flaschen leeren und entsorgen.

23 Mal wurden Warngespräche wegen Alkoholkonsums geführt. Bei 267 Jugendschutzkontrollen wurde in 120 Fällen Alkohol beschlagnahmt.

16 betrunkene Menschen wurden bis zum Nachmittag hilflos aufgefunden und Sanitätern übergeben.

18 Autos mussten wegen der Feierlichkeiten abgeschleppt werden. Am Dom wurde ein Roller abgeschleppt.

Update, 15.51 Uhr: Ruhiger Nachmittag bislang

Bis zum Nachmittag blieb es ruhig, ein Randalierer wurde nach Polizei-Angaben in Gewahrsam genommen.

Auch Tanja Holthaus vom Festkomitee sagte, der Straßenkarneval habe "ruhig und entspannt" begonnen.

Update, 14.43 Uhr: Wetterumschwung in Köln

In Köln wird es zunehmend bewölkt, im Westen und im Bergland von NRW ziehen am Nachmittag einzelne Windböen auf. In der

Im weiteren Verlauf ziehen dichte Wolken auf, kündigt der Deutsche Wetterdienst an. Es soll vorerst in Köln trocken bleiben.

Auf der Zülpicher Straße ist es längst rappelvoll.Die Stadt Köln hat die Absperrung am Zülpicher Platz früh eingezogen. Gegen 13 Uhr waren alle Zugänge bereits dicht.

Update, 13.40 Uhr: Polizei warnt vor Kostüm-Waffen

Die Polizei in Köln ist nach eigenen Angaben mit bis 1000 Beamten im Einsatz. Und sie sprechen eine Empfehlung aus: "Wirklich tolle Kostüme brauchen keine täuschend echt aussehenden Waffen."

Täuschend echte Waffen hätten im Karneval nichts verloren.

Update, 13.04 Uhr: Lage bisher entspannt

Bis zum Mittag haben die Jecken an den meisten Orten friedlich gefeiert. Auf allen zentralen Plätzen in der Kölner Altstadt, im Zülpicher Viertel und im Bereich der Bühne an der Uni-Mensa ist noch Platz.

Update, 11.11 Uhr: Kölle Alaaf!

Der Straßenkarneval hat offiziell begonnen! Kölle Alaaf!

Update, 10.45 Uhr: Fröhlich feiern, nüchtern fahren!

In Köln sind die Jecken bereits munter!
In Köln sind die Jecken bereits munter!  © DPA

Autofahrer müssen an Karneval mit mehr Polizeikontrollen rechnen.

Nicht nur in den Karnevalshochburgen im Rheinland, sondern in ganz Nordrhein-Westfalen.

"Ich wünsche den Menschen viel Spaß beim Feiern, aber wer trinkt, soll Taxi, Bus und Bahn für seinen Nachhauseweg nutzen. Lassen Sie Ihr Auto am besten direkt Zuhause", sagte Innenminister Herbert Reul am Mittwoch.

„Wer sich betrunken ans Steuer setzt, spielt mit seinem und mit dem Leben anderer Menschen“, so der Minister.

Von Weiberfastnacht bis Aschermittwoch 2018 ereigneten sich 129 Alkohol-Unfälle. Dabei kamen drei Menschen ums Leben, 56 wurden verletzt.

Titelfoto: DPA

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