Kölner Dom verabschiedet sich jetzt "op Kölsch"

Köln - Besucher des Kölner Doms werden seit Montag mit Band-Ansagen in mehreren Sprachen begrüßt. Der Hinweis, dass der Dom bald schließt, ertönt dabei am Ende jedes Tages auch auf Kölsch.

Gehören zusammen: Der Kölner Dom und die kölsche Sprache.
Gehören zusammen: Der Kölner Dom und die kölsche Sprache.

"In e paar Minute weed d‘r Dom avjeschlosse", heißt es da. "Sit esu jot un joht jetz nohm Usjang. Schön, dat ehr do wort – und kutt baal widder."

Der langjährige Hänneschen-Puppenspieler Hans Fey hat diese kölsche Fassung auf Bitten des Domkapitels getextet und eingesprochen.

Für Hans Fey war die Aufnahme Ehrensache. "Ich bin dem Dom und der Kirche allgemein eng verbunden", sagt der ehemalige "Mählwurms Pitter" aus Knollendorf.

"Die kölsche Sprache ist ein hohes Kulturgut und ich spreche sie auch im Alltag. Klasse, dass sie jetzt auch täglich im Dom zu hören ist. Gibt es eine schönere Art, den Besuchern eine gute Nacht zu wünschen?"

Domprobst Gerd Bahner sagte zur neuen Ansage: "Der Dom und die Kölsche Sprache: Beides steht in Köln für Heimat."

Man wolle die Besucher des Doms mit den neuen Ansagen noch besser und persönlicher ansprechen.

Domprobst Bahner: "Kathedrale und ihre Gottesdienste stehen allen Menschen offen"

Montags bis samstags werden die Gäste vor dem Mittagsgebet und den Liturgien auf Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Niederländisch, Polnisch, Arabisch und Chinesisch willkommen geheißen.

"Unsere Kathedrale und ihre Gottesdienste stehen allen Menschen offen, egal welche Sprache sie sprechen und welcher Religion oder Konfession sie angehören", sagte der Domprobst.

Hans Fey hat die kölsche Verabschiedung eingesprochen.
Hans Fey hat die kölsche Verabschiedung eingesprochen.  © Foto: Hohe Domkirche Köln, Dombauhütte, M. Unkelba

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