Frist verpennt? Geiselnehmer hätte längst abgeschoben werden können!

Köln – Der Geiselnehmer vom Kölner Hauptbahnhof hätte nach einem Zeitungsbericht zu einem frühen Zeitpunkt seines Aufenthalts in Deutschland abgeschoben werden können.

Der Geiselnehmer vom Kölner Hautbahnhof hätte bereits vor drei Jahren abgeschoben werden können.
Der Geiselnehmer vom Kölner Hautbahnhof hätte bereits vor drei Jahren abgeschoben werden können.  © DPA

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) habe aber die dafür bestehende Frist versäumt, berichtete am Freitag der "Kölner Stadt-Anzeiger". Eine Sprecherin des Bamf in Nürnberg sagte, die Vorwürfe würden geprüft.

Der syrische Flüchtling Mohammad A. R. stellte demnach zuerst einen Asylantrag in Tschechien. Nach der Dublin-Verordnung wäre dieses EU-Land dann auch für ihn zuständig gewesen. Mohammed A. R. reiste jedoch weiter nach Deutschland und stellte dort einen weiteren Antrag.

Weil das Bamf die Frist für seine Zurückweisung offenbar verpasst habe, sei er in Deutschland geblieben und als Flüchtling anerkannt worden, berichtete die Zeitung.

Seine derzeitige Aufenthaltserlaubnis läuft nach Angaben der Stadt Köln bis Juni 2021. (TAG24 berichtete)

Der heute 55-Jährige hatte am Montag Benzin in einem Schnellrestaurant im Kölner Hauptbahnhof in Brand gesetzt und dadurch eine 14 Jahre alte Kundin schwer verletzt. (TAG24 berichtete)

Anschließend nahm er eine Apothekenangestellte als Geisel, übergoss sie mit Benzin und wollte sie anzünden. Spezialkräfte der Polizei schossen ihn jedoch nieder. Die Polizei glaubt, dass der Mann eigentlich einen noch größeren Anschlag mit Gaskartuschen ausführen wollte.

Die Bundesanwaltschaft prüft, ob es sich bei der Tat um einen islamistischen Terroranschlag handeln könnte.

Titelfoto: DPA

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