Kölner soll Staat um sechs Millionen Euro betrogen haben

Krefeld/Köln - Mit zahlreichen Scheinfirmen soll ein Unternehmer aus Köln ein schwunghaftes sogenanntes Umsatzsteuer-Karussell betrieben haben.

Der Geschäftsmann soll ein sogenanntes Umsatzsteuer-Karussell betrieben haben (Symbolbild).
Der Geschäftsmann soll ein sogenanntes Umsatzsteuer-Karussell betrieben haben (Symbolbild).  © 123RF

Von diesem Donnerstag (10. Januar, 9.30 Uhr) an muss sich der 58-Jährige vor dem Krefelder Landgericht verantworten.

Ihm wird Steuer-Hinterziehung in 29 Fällen vorgeworfen. Schadenshöhe laut Anklage: mehr als sechs Millionen Euro.

Bei dem Firmen-Netzwerk hat es sich nach Überzeugung der Ermittler um ein reines Betrugssystem gehandelt.

Die Unternehmen, die angeblich mit Informationstechnik Handel trieben, sollen nur dem Zweck gedient haben, dem Finanzamt Ausfuhren ins Ausland vorzutäuschen und Steuer-Erstattungen zu kassieren.

Der Tatzeitraum wird mit 2013 bis 2017 angegeben. Für den Prozess sind sechs Verhandlungstage vorgesehen.

Jährlich Schäden in Milliarden-Höhe

Durch den Betrug mit sogenannten Umsatzsteuer-Karussellen sollen dem Staat jährlich Schäden in Milliarden-Höhe entstehen.

Der Fall in Krefeld zeigt: Die staatlichen Vorkehrungen gegen den Betrug greifen anscheinend immer noch zu kurz.

Titelfoto: 123RF


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