Eingestürztes Kölner Stadtarchiv: Jetzt spricht der Hauptgutachter

Köln - Im Strafprozess um den Einsturz des Kölner Stadtarchivs soll am Mittwoch (10.00 Uhr) der Hauptgutachter seine Untersuchungen vorstellen.

Die Einsturzstelle mit den Trümmern des damaligen Kölner Stadtarchivs.
Die Einsturzstelle mit den Trümmern des damaligen Kölner Stadtarchivs.

Der Richter hatte an einem früheren Verhandlungstag das Ergebnis des Gutachtens bereits zusammengefasst: Demnach kommt Prof. Hans-Georg Kempfert zu dem Schluss, dass ein Loch in einer unterirdischen Wand zu dem Einsturz des Archivs geführt hat.

Dabei waren zwei Anwohner ums Leben gekommen, es entstand ein Sachschaden in Milliardenhöhe.

In dem Prozess sind vier Mitarbeiter von Baufirmen und den Kölner Verkehrsbetrieben wegen fahrlässiger Tötung und Baugefährdung angeklagt. Einer der fünf Angeklagten ist verhandlungsunfähig (TAG24 berichtete).

Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft hat ein Fehler bei den Bauarbeiten für eine neue U-Bahn das Unglück vor neun Jahren ausgelöst.

Die Baufirmen bestreiten die Vorwürfe. Sie gehen davon aus, dass auch ein hydraulischer Grundbruch - eine Art Naturereignis - das Unglück verursacht haben könnte.


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