Ehemaliger Oberbauleiter im Stadtarchiv-Prozess verurteilt

Köln - In einem weiteren Strafprozess um den Einsturz des Kölner Stadtarchivs vor knapp zehn Jahren will das Landgericht am Donnerstag (14 Uhr) voraussichtlich das Urteil sprechen.

Das eingestürzte Stadtarchiv stürzte vor knapp 10 Jahren ein und begrub zwei Menschen unter sich.
Das eingestürzte Stadtarchiv stürzte vor knapp 10 Jahren ein und begrub zwei Menschen unter sich.  © DPA

Ein ehemaliger Oberbauleiter ist wegen fahrlässiger Tötung angeklagt.

Er soll beim Bau einer U-Bahn-Haltestelle vor dem Archivgebäude seine Überwachungspflichten verletzt haben.

Der Staatsanwalt ist überzeugt, dass Fehler bei den Bauarbeiten zu dem Unglück mit zwei Toten führten.

Er hat für den Angeklagten eine Haftstrafe von einem Jahr auf Bewährung gefordert. Der Prozess steht unter Zeitdruck, denn Anfang März verjährt die Sache.

In einem früheren Prozess hatte das Landgericht im vergangenen Oktober drei Angeklagte - Mitarbeiter von Baufirmen und Kölner Verkehrsbetrieben (KVB) - freigesprochen.

Ein Bauüberwacher der KVB wurde zu einer Bewährungsstrafe von acht Monaten wegen fahrlässiger Tötung verurteilt.

Update, 14.20: Urteil gefällt

In dem Strafprozess um den Einsturz des Kölner Stadtarchivs hat das Landgericht einen Angeklagten am Donnerstag wegen fahrlässiger Tötung zu einer Haftstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt.

Der ehemalige Oberbauleiter soll beim Bau einer U-Bahn-Haltestelle vor dem Archivgebäude seine Überwachungspflichten verletzt haben.

Bei dem Unglück vor fast zehn Jahren waren zwei junge Männer ums Leben gekommen, es entstand ein Milliardenschaden. Nach Überzeugung des Gerichts wurde der Einsturz durch Fehler beim U-Bahn-Bau ausgelöst.

Titelfoto: DPA

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