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Kölns Wunde: Als das Stadtarchiv einstürzte

Kölner Stadtarchiv vor 10 Jahren eingestürzt

Das Kölner Stadtarchiv stürzte vor 10 Jahren ein und tötete zwei Menschen. Es ist ein Milliardenschaden entstanden. Die Baugruppe erinnert weiter an das Drama.

Köln - Zwei Tote, unzählige zerstörte historische Dokumente und ein Milliardenschaden: Der Einsturz des Kölner Stadtarchivs am 3. März 2009 sorgte international für Entsetzen.

So sah damals die Einsturzstelle aus.
So sah damals die Einsturzstelle aus.

Auch zehn Jahre später wirken die Folgen weiter nach: Die juristische Aufarbeitung ist noch nicht beendet, die Restaurierung der beschädigten Dokumente noch nicht abgeschlossen und die geplante U-Bahn fährt noch lange nicht.

DER EINSTURZ

Am Unglückstag schrecken laute Warnrufe von Arbeitern einer U-Bahn-Baustelle die Menschen in der Kölner Severinstraße auf. Der Boden wackelt, es grollt und donnert.

Als sich die dichte Staubwolke etwas lichtet, enthüllt sie einen Trümmerberg und ein riesiges Loch - darin die Überreste des Historischen Stadtarchivs.

Das sechsstöckige Gebäude ist einfach umgekippt, hat zwei Nachbarhäuser mitgerissen - "als hätte sich die Erde aufgetan", schildern Zeugen es später.

Begraben unter dem Schutt liegen die Leichen zweier junger Anwohner.

Auch heute noch sitzen "das Entsetzen, die Trauer und die Fassungslosigkeit, dass so etwas passieren konnte, tief", sagt Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker.

DIE DOKUMENTE

Das Historische Kölner Stadtarchiv galt bis zu dem Unglück als das bedeutendste Archiv in ganz Deutschland. Bei dem Einsturz wurden rund 30 Regalkilometer Archivalien verschüttet, darunter wertvolle Dokumente wie die Nobelpreisurkunde von Heinrich Böll und die Kölner Ratsprotokolle seit dem Mittelalter.

95 Prozent der Archivalien konnten zwar geborgen werden - allerdings teils stark beschädigt. Insgesamt fischten Experten rund 1,6 Milliarden einzelne Fragmente und Papierschnipsel aus den Trümmern.

Rund 9000 Dokumente konnten bisher vollständig wiederhergestellt werden. Bis der gesamte Bestand restauriert ist, wird es nach Einschätzung von Archiv-Direktorin Bettina Schmidt-Czaia noch ungefähr 30 Jahre dauern.

Die Ursache des Einsturzes

Die Baustelle im Jahr 2014.
Die Baustelle im Jahr 2014.

DIE URSACHE

Nach monatelanger Beweisaufnahme kommt das Kölner Landgericht in zwei Strafprozessen zu dem Schluss, dass Fehler bei den Bauarbeiten für eine neue U-Bahn zu dem Unglück geführt haben.

Demnach lief es so ab: Beim Aushub der Grube treffen Arbeiter 2005 auf einen dicken Gesteinsblock.

Als der sich nicht entfernen lässt, lassen Arbeiter ihn einfach drin, im Bauprotokoll wird das vertuscht. Durch das Hindernis bildet sich in einer unterirdischen Betonwand eine Fehlstelle - mit fatalen Folgen: Am Unglückstag brechen durch das Loch plötzlich große Mengen Wasser und Sand in die Grube ein und entziehen dem Archiv den Boden.

DIE STRAFPROZESSE

Von den ursprünglich knapp 100 Beschuldigten, gegen die die Staatsanwaltschaft ermittelt hatte, bleiben am Ende nicht viele übrig. 2018 beginnen schließlich zwei Prozesse gegen insgesamt sechs Angeklagte - Mitarbeiter von Baufirmen und Kölner Verkehrsbetrieben (KVB).

Kurz vor der Verjährung werden ein KVB-Bauüberwacher und ein Oberbauleiter wegen fahrlässiger Tötung zu Bewährungsstrafen verurteilt.

Nach Überzeugung des Kölner Landgerichts haben sie ihre Sorgfaltspflichten verletzt, indem sie die U-Bahn-Bauarbeiten nicht ausreichend kontrolliert haben. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig.

Gigantischer Schaden

Die Einsturzstelle ist eine Baustelle.
Die Einsturzstelle ist eine Baustelle.

DER SCHADEN

Die Stadt Köln schätzt den Gesamtschaden auf mindestens 1,3 Milliarden Euro und will die Summe von der Arbeitsgemeinschaft der am U-Bahn-Bau beteiligten Baufirmen (Arge) zurückfordern.

Bislang hat die Stadt aber noch keine Klage eingereicht und will nach eigenen Angaben auch prüfen, ob eine außergerichtliche Einigung möglich ist.

Am Landgericht Köln laufen derzeit sogenannte Beweisverfahren, die zur Vorbereitung eines möglichen Zivilprozesses dienen. Ein vom Gericht beauftragter Gutachter setzt - unabhängig vom Strafverfahren - seine Untersuchungen zur Unglücksursache fort.

Aus Sicht der Arge ist die Ursache bislang keineswegs endgültig geklärt.

DER ARCHIV-NEUBAU

An einer anderen Stelle in der Kölner Südstadt entsteht für mehr als 80 Millionen Euro ein neues Archivgebäude. Im nächsten Jahr soll es fertig werden.

DIE NEUE U-BAHN

Die verschüttete U-Bahn-Baustelle, in der ein sogenanntes Gleiswechselbauwerk entstehen soll, muss zunächst aufwendig saniert werden.

Wie das geschehen soll, darüber wird demnächst der Stadtrat abstimmen.

Wann die neue Nord-Süd-Bahn dann fertig ist, ist unklar. "Ich persönlich hoffe, dass wir die erste U-Bahn auf der Strecke im Jahr 2027 sehen werden", sagt Reker.

Auch der Karneval gedenkt der Opfer

Trotz des fröhlichen Karnevalstrubels will Köln am Sonntag (11.45 Uhr) zum zehnten Jahrestag des Archiveinsturzes an die Opfer des Unglücks erinnern. Die Schull- und Veedelszöch sollen in der Nähe der Einsturzstelle für einige Minuten stoppen. Die älteste Kölner Traditionstanzgruppe "Hellige Knäächte un Mägde", die den Zug mit anführt, werde zum Gedenken an die Opfer einen Tanz aufführen, teilte die Organisation ArchivKomplex mit.

Zur Unglückszeit um 13.58 Uhr will Oberbürgermeisterin Henriette Reker am Unglücksort einen Kranz niederlegen und die Glocken der Südstadt-Kirchen sollen läuten.

Das Archiv-Material wird seit Jahren vorsichtig wieder hergerichtet.
Das Archiv-Material wird seit Jahren vorsichtig wieder hergerichtet.

Fotos: DPA

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