Snapchat und Kölner Zoo verbünden sich beim Artenschutz

Köln - Im Kölner Zoo erwachen in diesen Tagen Philippinen-Krokodile oder asiatische Elefanten digital zum Leben.

Ein digitaler Tiger wird auf dem Handy angezeigt.
Ein digitaler Tiger wird auf dem Handy angezeigt.  © dpa/Henning Kaiser

Besucher können mit der Snapchat-App in eigentlich leeren Gehegen auf ihrem Smartphone Tiere beobachten, die darauf digital animiert werden.

"Wir hoffen, dass es nie dazu kommt, dass wir die Tiere nur noch virtuell erleben können", sagte Zoodirektor Theo Pagel, der gemeinsam mit der Social Media-App Snapchat das gemeinsame Projekt im Kölner Zoo vorstellte.

Die digitale Anwendung soll auf das Artensterben aufmerksam machen.

"Durch sogenannte Lenses werden Objekte und Tiere zu Leben erweckt und mit der realen Umwelt verschmolzen", sagte Liane Siebenhaar, die bei Snapchat für das Projekt verantwortlich ist.

Nutzer werden in der App auf die Bedrohung der animierten Tierarten hingewiesen und können über die Seite des Kölner Zoos für den Artenschutz spenden.

Teil des von Snapchat auch finanziell unterstützten Projektes ist es, zwei echte Philippinen-Krokodile aus Köln in ihre Heimat zurückzuführen.

Die Aktion läuft vorerst bis zum 28. Oktober. Eine Fortsetzung sei nicht ausgeschlossen, sagte ein Zoo-Sprecher. Man werde danach beurteilen, ob die animierten Tiere auch längerfristig im Kölner Zoo zu sehen sein werden. Snapchat will das Projekt weiter betreiben - ab November sollen die animierten Tiere auch andernorts zu sehen sein.

Ein Nutzer testet die Snapchat-Funktion im Kölner Zoo.
Ein Nutzer testet die Snapchat-Funktion im Kölner Zoo.  © dpa/Henning Kaiser
Durch die App werden leere Gehege plötzlich mit "lebendigen" Tieren gefüllt.
Durch die App werden leere Gehege plötzlich mit "lebendigen" Tieren gefüllt.  © Zoo Köln / Werner Scheurer

Titelfoto: Zoo Köln / Werner Scheurer

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