Bürgermeister-Posse von Gohrisch: Unternehmer trommelt gegen Neuwahl

Königstein - Neue Runde im Kommunal-Wahlkrimi von Gohrisch.

Wahl-Posse im Kurort Gohrisch.
Wahl-Posse im Kurort Gohrisch.  © Holm Helis

Jetzt will eine Massenpetition die Anerkennung der Mehrheitsentscheidung vom 26. Mai erstreiten. "Wir wenden uns gegen die Streichung von mehr als 500 Stimmen", sagt Maik Franke, Einwohner und Unternehmer in Gohrisch in der Sächsischen Schweiz.

Darum geht es: Die Bürgermeisterwahl am 26. Mai hatte Maik Günther (38, Linke) gewonnen. Er war auch der einzige Kandidat. Doch noch mehr Stimmen erhielt der parteilose Christian Naumann (69) - obwohl er gar nicht auf dem Wahlzettel stand.

Viele Bürger hatten seinen Namen hinzugefügt (TAG24 berichtete), mehrheitlich allerdings unvollständig, so die Entscheidung des Wahlausschusses anschließend. Darum gewann Günther letztlich doch, trat aber kurz darauf zurück.

Nun muss eigentlich neu gewählt werden. Das Landratsamt will bis Ende Juli entscheiden. Die Unterschriftensammler um Franke halten eine Neuwahl (bei der Naumann diesmal antreten würde) für unnötig und wollen ihn sofort als Bürgermeister einsetzen.

Christian Naumann (69, parteilos).
Christian Naumann (69, parteilos).  © Marko Förster

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