Bauarbeiter angegangen: Familie Ritter muss aus ihrer Obdachlosenunterkunft

Köthen - Die Stadt Köthen ist auf der Suche nach einer Bleibe für Familie Ritter. Nachdem ein Sohn von Mutter Karin (64) Streit mit Bauarbeitern im Haus gesucht hat, sollen die Bewohner nun aus der Obdachlosenunterkunft ausziehen - vorübergehend.

Familienoberhaupt Karin Ritter (64) soll die Obdachlosenunterkunft in Köthen während der Bauarbeiten verlassen.
Familienoberhaupt Karin Ritter (64) soll die Obdachlosenunterkunft in Köthen während der Bauarbeiten verlassen.  © Screenshot/YouTube

"Derzeit laufen hausinterne Absprachen und Baubesprechungen mit den verantwortlichen Firmen über den weiteren Bauablauf an", teilte die Stadt auf TAG24-Nachfrage mit. Man sei "bemüht, nach Lösungen für eine temporäre Auslagerung der Bewohner zu suchen, um die Umbaumaßnahmen ungestört fortfahren zu können."

Einer von Karin Ritters Söhnen hatte sich mit den Bauarbeitern angelegt, die daraufhin ihre Arbeiten in dem Haus in der Augustenstraße umgehend abgebrochen hatten (TAG24 berichtete).

Die Männer waren damit beschäftigt, Duschen im Erdgeschoss des heruntergekommenen Mehrfamilienhauses einzubauen. Bislang verfügt das Gebäude lediglich über Waschbecken, worüber sich die drogen- und alkoholabhängige Großfamilie immer wieder beschwert hatte.

Die Stadt plant eine Wiederaufnahme der Bauarbeiten zu Anfang Oktober. Eigentlich würden die Ritters gern ganz aus der Unterkunft ausziehen. Zu groß seien aber die Vorurteile von Vermietern der Familie gegenüber.


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