Kosten-Explosion! Umbau von Familie Ritters Obdachlosenhaus soll deutlich teurer werden

Köthen - Die Umbauarbeiten der Obdachlosenunterkunft in der Köthener Augustenstraße, in der die TV-bekannte Familie Ritter wohnt, sollen mehr Geld verschlingen, als zunächst kalkuliert wurde. Schuld daran ist wohl die verwahrloste Familie selbst.

Die Obdachlosenunterkunft Augustenstraße 61 in Köthen soll umgebaut werden.Auf die Stadt kommen dabei nun neue Kosten zu.
Die Obdachlosenunterkunft Augustenstraße 61 in Köthen soll umgebaut werden.Auf die Stadt kommen dabei nun neue Kosten zu.  © Screenshot/YouTube

In der Sitzung des Bau-, Sanierungs- und Umweltausschusses der Bachstadt nächste Woche Freitag sollen überplanmäßige Mehrkosten in Höhe von 32.450 Euro besprochen werden.

In einer Beschlussvorlage steht, dass es "aufgrund der Problematik mit den Bewohnern" notwendig sei, für eine zukünftig optimale Betreuung durch einen Sicherheitsdienst und Sozialarbeiter, entsprechende Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen.

Zusätzlich geplant sind demnach Elektro-, Maler-, Bodenbelags-, Maurer- und Putzarbeiten, der Einbau einer Brandschutztür und die Wiederherrichtung einer vorhandenen Toilettenanlage für das Personal.

"Da diese Leistungen nicht Bestandteil der bisherigen baulichen Maßnahmen waren, werden zusätzliche finanzielle Mittel in Höhe von 32.450 Euro benötigt", hießt es in der Beschlussvorlage. Ursprünglich wurden für die Schaffung von Gemeinschaftsduschen und die Erweiterung des Hauses um vier Wohnungen im Dachgeschoss Kosten in Höhe von 163.500 Euro kalkuliert, die nun um rund 20 Prozent auf knapp 196.000 Euro ansteigen könnten. Das letzte Wort in dieser Angelegenheit hat der Stadtrat, der am 13. September wieder tagt.

Immer wieder gab es Kritik an der Unterkunft, die noch immer nur Waschbecken für die Körperhygiene besitzt. Während der Bauarbeiten kam es bereits zu einem Angriff eines von Karin Ritters Söhnen auf die Bauarbeiter (TAG24 berichtete). Die Arbeiten wurden gestoppt und die Ritters sollten übergangsweise woanders unterkommen (TAG24 berichtete).

Die RTL-Sendung "SternTV" begleitet die rechtsradikale Großfamilie bereits seit 1994. Schon im Kleinkindalter zeigten die Söhne der Kettenraucherin den Hitlergruß und äußerten sich abfällig zu Ausländern (TAG24 berichtete). Eine gegenüber ihres Obdachlosenhauses geplante Asylunterkunft wurde nicht in Betrieb genommen.

Familienoberhaupt Karin Ritter (64) sehnt den Abschluss der Umbauarbeiten in der Augustenstraße herbei.
Familienoberhaupt Karin Ritter (64) sehnt den Abschluss der Umbauarbeiten in der Augustenstraße herbei.  © Screenshot/YouTube

WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0