Die verwahrlosten "Ritters"! Stadt plant nun Renovierung ihres Hauses

Mutter Karin neben ihren alkohol- und drogensüchtigen Söhnen Norman (li.) und Andy.
Mutter Karin neben ihren alkohol- und drogensüchtigen Söhnen Norman (li.) und Andy.

Köthen - 99 Polizeieinsätze in 1,5 Jahren. Das ist die Bilanz von Familie Ritter aus Köthen. "Stern TV" begleitet Karin Ritter (63) und ihre sechs Kinder bereits seit 1994.

Die Familie lebt in einer Obdachlosenunterkunft in der Augustenstraße 63 in Köthen. Diese soll laut Informationen von "Focus" nun renoviert werden. Die Kosten in Höhe von 163.500 Euro wolle die Stadt tragen.

Neben Warmwasser-Duschen soll demnach auch das Dachgeschoss ausgebaut werden. Neben Familie Ritter hätten dann auch andere Obdachlose Platz in dem Haus.

Seit über zwei Jahrzehnten sorgen die Ritters für Stunk in der 26.000-Einwohner-Stadt. Bekannt wurde die Familie, als "Stern TV" vor 23 Jahren einen Beitrag drehte, in denen schon die Kinder den Hitlergruß zeigten.

Mutter Karin Ritter (63) ist gezeichnet von Alkohol- und Drogenmissbrauch, die Jungs waren schon als Kinder gewalttätig, griffen ihre Nachbarin an und zerstörten deren Wohnung mit Äxten.

Hitlergruß sowie rechtsradikale Parolen und Flaggen im Haus bestimmen das Leben der Familie Ritter.
Hitlergruß sowie rechtsradikale Parolen und Flaggen im Haus bestimmen das Leben der Familie Ritter.

Aus einem aktuellen Polizeibericht, aus dem in der Sendung zitiert wurde, heißt es: "In jedem dieser Einsätze waren einer oder mehrere Familienmitglieder der Familie Ritter involviert."

"Die Ausländer nehmen uns die Arbeit weg", "Kanaken sind das" und "Ich würde auch ausländische Mädchen blau schlagen", sagten Karin Ritters Kinder schon 1994 - im Alter von nicht mal zehn Jahren! Sohn Norman damals auf die Frage, was er mal werden will: "Ein Skinhead!" Ihm würden vor allem die Baseballschläger und die schwarze Uniform gefallen. Sein Traum wurde Wirklichkeit.

Gegenüber der "Ritterburg", wie die Obdachlosenunterkunft der Köthener Familie genannt wird, sollte eine Flüchtlingsunterkunft entstehen. Container standen schon bereit, doch der Landkreis entschied sich gegen eine Unterbringung an diesem Standort.

"Klar hab ich mich mit angefreundet. Wäre ja gut für mich gewesen, da hätte ich noch bisschen Kraftsport gehabt, wenn ich nach Hause komme", sagte Christopher.

Auch wenn die Obdachlosenunterkunft von Familie Ritter renoviert wird: Es ist schwer vorstellbar, dass sich an ihrem Leben etwas ändern wird.


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