Für Stressgeplagte: Sachsen hat einen zertifizierten Wald-Bademeister

Kohren-Sahlis - Tanne statt Wanne! Naturpädagoge Jörg Günther will gestressten Menschen mit einem erholsamen Bad in der Natur helfen und zeigt ihnen, wie man im Wald Energie tanken kann.

Im Grünen sitzen und genießen - das will Naturpädagoge Jörg Günther (51) Städtern beim Waldbaden beibringen.
Im Grünen sitzen und genießen - das will Naturpädagoge Jörg Günther (51) Städtern beim Waldbaden beibringen.  © Kristin Schmidt

Wasser braucht Bademeister Jörg Günther (51) nicht, um abzutauchen. Der Naturpädagoge ist zertifizierter Waldbademeister - und will als solcher gestresste Großstädter mit einem Bad in der Natur neu erden.

"Viele Menschen haben sich so weit entfernt von der Natur, dass sie Unterstützung brauchen, um sich mit allen Sinnen auf den Wald einzulassen und dort tatsächlich zur Ruhe zu kommen", sagt Jörg Günther, der mit seiner Frau Karola (50) seit 2006 den "Irrgarten der Sinne" betreibt.

Ab September wird Jörg Günther die Sinne seiner Gäste nicht nur im Labyrinth, sondern im nahe gelegenen Wald schärfen. "Ich biete das Waldbaden für kleine Gruppen mit höchstens fünf Teilnehmern an."

Was die Teilnahme kostet, steht noch nicht fest.

Dafür will der Waldbademeister dem gewöhnlichen Stadtmenschen so einiges zumuten: "Fünf Minuten mit geschlossenen Augen einfach nur da zu sitzen und zu lauschen, ist für manche schon eine Herausforderung. Sich mitten ins Moos zu legen, wird vielen noch schwerer fallen."

Eine Brennnessel zu kosten, gleicht bereits einer Mutprobe. "Aber keine Angst, ich kenne einen Trick, der die kleinen Brennhaare unschädlich macht", verspricht Günther. Die heilsame Kraft des Waldbadens soll nicht nur psychologischer Natur sein:

"Die Luft von Wäldern enthält Terpene. Das sind Duftstoffe, mit denen die Bäume untereinander kommunizieren und die auf den menschlichen Körper positiv wirken", weiß der Naturpädagoge.

Jam, jam, jam: Ohne mit der Wimper zu zucken, beißt Günther auf die Brennnessel.
Jam, jam, jam: Ohne mit der Wimper zu zucken, beißt Günther auf die Brennnessel.  © Kristin Schmidt

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