Im Wert von 21 Millionen Euro: 100 Kilo Kokain in altem VW-Bus entdeckt

Hamburg - Da ist dem Hamburger Zoll mal wieder ein ganz raffiniertes Drogenversteck in die Hände geraten: Fahnder konnten jetzt 100 Kilogramm reines Kokain in einem VW Bus T1 sicherstellen.

In dem alten Bulli lagen Drogenpakete mit 100 Kilogramm Kokain.
In dem alten Bulli lagen Drogenpakete mit 100 Kilogramm Kokain.  © Hauptzollamt Hamburg-Hafen

Die Täter hatten einen Oldtimer mit einem eingeschweißten doppelten Boden hinter der Rücksitzbank ausgestattet.

Er kam in einer Container-Lieferung aus Brasilien mit einem weiteren VW Bulli an. Nach der Kontrolle in der Röntgenanlage des Hamburger Zolls wurde er selektiert. Denn das Durchleuchtungsbild zeigte eindeutig die illegale Fracht.

Das Versteck wurde geöffnet und die Kilogrammpakete mit gepresstem weißen Pulver zum Vorschein gebracht. "Es macht den Anschein, als würde den Drogenschmugglern die Kreativität für neue Versteckmöglichkeiten niemals ausgehen. Aber genau das macht den Beruf des Zöllners auch so spannend", so Michael Schrader, Leiter des Hauptzollamtes Hamburg-Hafen.

Das sichergestellte Kokain hatte einen sehr hohen Reinheitsgehalt. Gängige Praxis ist es, dass das eingeschmuggelte Rauschgift aus Südamerika für den Straßenverkauf drei bis fünfmal gestreckt wird.

Damit wären die 100 Kilogramm im Verkauf auf eine Menge von mindestens 300 Kilogramm gestiegen. Die Drogen hätten damit einen Straßenverkaufswert von mindestens 21 Millionen Euro, teilte das Zollamt am Freitag mit.

Das Durchleuchtungsbild zeigt eindeutig, wo die Drogenpakete liegen.
Das Durchleuchtungsbild zeigt eindeutig, wo die Drogenpakete liegen.  © Hauptzollamt Hamburg-Hafen

Das sichergestellte Kokain werde in absehbarer Zukunft vernichtet. Die weiteren Ermittlungen in diesem Fall hat das Zollfahndungsamt Hamburg übernommen.

Erst Anfang November war den Zollbeamten im Hamburger Hafen ein ebenso großer Fang ins Netz gegangen.

300 Kilogramm Kokain waren hinter einer Sendung Zahnseide aus der Dominikanischen Republik versteckt.

Die Beamten mussten die Verschweißungen am Boden öffnen.
Die Beamten mussten die Verschweißungen am Boden öffnen.  © Hauptzollamt Hamburg-Hafen

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