Kokowääh-Star spielt in Dresden Theater

So sehen sie aus, die „Perser“ von heute: Samuel Finzi (l.) und Wolfram Koch.
So sehen sie aus, die „Perser“ von heute: Samuel Finzi (l.) und Wolfram Koch.

Dresden - Sein Name ist bei Euch möglicherweise nicht haften geblieben, sein Gesicht kennt Ihr, jede Wette darauf! Samuel Finzi, so heißt er, gehört zu den meistbeschäftigten Fernseh- und Kinoschauspielern im Lande, außerdem ist er ein grandioser Bühnendarsteller. Der nächste Woche in Dresden Theater spielt.

Finzi (49) ist ein Alles-Schauspieler, was heißen soll, dass er zwischen E wie Ernsthaftigkeit und U wie Unterhaltung nicht unterscheidet. Er gibt Til Schweigers dödeligen Mitbewohner Tristan in „Kokowääh 2“ ebenso überzeugend wie den findigen Rechtsmediziner Dr. Stormann im Kieler „Tatort“, den klugen ZDF-Kriminalpsychologen „Flemming“ in der gleichnamigen Krimiserie.

Das Ermittlerteam bei „Flemming“: Finzi als Titelheld mit der Dresdner Schauspielerin Claudia Michelsen, der Kommissarin.
Das Ermittlerteam bei „Flemming“: Finzi als Titelheld mit der Dresdner Schauspielerin Claudia Michelsen, der Kommissarin.

In Dresden gibt Finzi den größenwahnsinnigen Perserkönig Xerxes in der antiken Tragödie „Die Perser“ von Aischylos, die in Übersetzung von Heiner Müller am 18. und 19. April als Gastspiel des Deutschen Theaters Berlin im Schauspielhaus.

Eine nicht mehr neue, aber viel gerühmte Inszenierung von Dimiter Gotscheff (1943-2013) von 2006, damals von der Fachzeitschrift „Theater heute“ zur besten deutschsprachigen Inszenierung der Spielzeit gewählt. Und noch einen Superlativ gibt es im Zusammenhang mit dieser Produktion zu vermelden, denn mit dem Uraufführungsjahr 472 v. Chr. gilt „Die Perser“ als das älteste Drama der Theatergeschichte.

„Kokowääh 2“: Finzi mit Til und Emma Schweiger.
„Kokowääh 2“: Finzi mit Til und Emma Schweiger.

Höhepunkt der Inszenierung dürfte ein Kriegsbericht sein, den Finzi und sein Co-Star Wolfram Koch beinah eine halbe Stunde lang synchron sprechen.

„Das sprechen wir vor jeder Vorstellung durch, da sind wir total diszipliniert. Es gibt nur zwei verabredete Pausen und einen leichten Ellenbogenkontakt“, gaben Finzi und Koch einmal zu Protokoll. „Der Rest ist Free Jazz.“

*Wann? 18., 19. April, jeweils 19.30 Uhr, Schauspielhaus, Eintritt: 15 bis 27 Euro.

Fotos: Warner Bros., DPA, Iko Freese/DRAMA


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