Eigene Tochter in Hochzeitsnacht vergewaltigt? Vater spricht von "Versehen"

Kolding - Im dänischen Kolding wurde ein 50-jähriger Mann verurteilt. Er soll in seiner eigenen Hochzeitsnacht seine Tochter vergewaltigt haben.

Der Chat zwischen Vater und Tochter gilt dem Gericht als endgültiger Beweis.
Der Chat zwischen Vater und Tochter gilt dem Gericht als endgültiger Beweis.  © 123rf.com/Katarzyna Białasiewicz

Hat er oder hat er es nicht getan? Für ein Gericht in Kolding steht fest, dass der Mann seine Tochter vergewaltigt hat. Dafür wandert er nun in den Knast, schreibt die dänische Zeitung "Jydske Vestkysten".

Der Vorfall soll im August 2017 passiert sein. Auf der Hochzeitsgästeliste stand auch seine 20-jährige Tochter. Während der Feier soll die junge Frau sehr viel getrunken haben.

Später sei sie berauscht irrtümlich im Bett des frisch vermählten Ehepaares gelandet und dort an deren Seite eingeschlafen.

Der Vater soll dann den bewusstlosen Zustand seiner Tochter ausgenutzt haben. Es kam zum Sex mit ihr. Seine Ehefrau lag die ganze Zeit daneben.

In der Verhandlung bestritt der Mann die Anschuldigungen und dass er seine Tochter vergewaltigt habe. Allerdings habe er auch ausgesagt, dass er während der Hochzeitsparty einen Filmriss hatte.

Den Beweis lieferten im Prozesses schließlich Textnachrichten zwischen Vater und Tochter: "Ich werde nicht mit dir nach Berlin gehen, ich denke, wir sollten alle Kontakte abbrechen, ich kann nicht akzeptieren, was du mir angetan hast", schrieb sie an ihren Vater.

Laut "Jydske Vestkysten" habe der Vater geantwortet, dass es ihm leid tut. Aber er dachte, dass es sei seine Frau ist, über die er sich hermacht. Es war ein Versehen.

Am Donnerstag wurde der Mann zu zwei Jahren und sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Außerdem muss er seiner Tochter 60.000 Dänische Kronen (rund 8000 Euro) Schmerzensgeld zahlen.

Titelfoto: 123rf.com/Katarzyna Białasiewicz

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