Paukenschlag! Stadt sagt Kollegah-Konzert wegen Antisemitismus ab

Rastatt - Paukenschlag! Das für den 9. November im baden-württembergischen Rastatt angesetzte Konzert des Rappers Kollegah wird abgesagt.

Er ist umstritten: Rapper Kollegah.
Er ist umstritten: Rapper Kollegah.  © DPA/ Mathias Balk

Für Kritik sorgte zunächst das besondere Datum, an dem Kollegah die Bühne im Baden stürmen wollte - ausgerechnet am Gedenktag der Reichspogromnacht.

Dies fanden die Verantwortlichen der Stadt Rastatt unangemessen, da Felix Blume (bürgerlicher Name Kollegahs) wegen Antisemitismus-Vorwürfen in der Kritik steht.

Allerdings entschied der Gemeinderat nun, dass Rastatt auch an keinem anderen Datum ein Konzert Kollegahs tolerieren werde.

Als Grund führte man in einer Pressemitteilung die "antisemitischen, gewaltverherrlichenden und frauenverachtenden Texte des Künstlers", sowie seine sonstigen Skandale auf.

Weiter hieß es: "Wir alle sind gefordert, hier ein klares Zeichen zu setzen. Denn als aufrechte Demokraten tragen wir Verantwortung, das Erinnern an die Gräueltaten des Naziregimes am 9. November hochzuhalten."

Kollegah reagiert auf Absage seines Konzerts

Rapper Kollegah singt beim Echo 2018. (Archivbild)
Rapper Kollegah singt beim Echo 2018. (Archivbild)  © DPA/ Jörg Carstensen

Update 15.50 Uhr: Kollegah hat auf Instagram auf die Absage seines für den 9. November geplanten Konzerts in Rastatt reagiert.

Ohne passende Location sei ein Auftritt nicht mehr möglich, schrieb er. Dem Veranstalter des Konzerts sei der Mietvertrag schriftlich gekündigt worden, die Veranstaltung falle daher aus.

Wer Karten gekauft habe, könne sie zurückgeben. Zu den Gründen, die laut der Stadt Rastatt zur Kündigung des Mietvertrags für die Halle führten, äußerte sich der Rapper auf Instagram nicht.

Zeilen wie "Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen" hatten dem Gangster-Rapper Kollegah massive Antisemitismusvorwürfe eingebracht, die dieser entschieden zurückwies. Sein Konzert hätte in der bis zu 800 Menschen fassenden Badner-Halle stattfinden sollen.

Das Management des Rappers war für eine Stellungnahme am Freitag nicht zu erreichen gewesen.

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