Wirbel um Kollegah-Konzert in München: Wird der Auftritt abgesagt?

München - Am 14. Dezember soll Skandal-Rapper Kollegah (35) im Backstage in München auftreten. Das Konzert ist bereits restlos ausverkauft. Nun sorgt der geplante Auftritt allerdings für Ärger. Droht das Konzert zu platzen?

Rapper Kollegah steht wegen seiner Texte in der Kritik.
Rapper Kollegah steht wegen seiner Texte in der Kritik.  © DPA

Kritiker bezeichnen Kollegah als Sexisten und Antisemiten. "Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen", rappte Felix Martin Andreas Matthias Blume, wie der Musiker mit bürgerlichem Namen heißt, beispielsweise im Song "0815".

Bereits das für den 9. November geplante Konzert des Reimkünstlers im baden-württembergischen Rastatt wurde abgesagt (TAG24 berichtete).

Die "antisemitischen, gewaltverherrlichenden und frauenverachtenden Texte des Künstlers" nannte der Gemeinderat als Grund dafür.

Droht dies nun auch in München? Zwei Politiker lehnen den Auftritt des Rappers jedenfalls ab, wie die Bild-Zeitung berichtet.

Bayerns Antisemitismus-Beauftragter Ludwig Spaenle (58) sagte: "Ich sehe das Konzert sehr kritisch. Die Töne, die man von Kollegah hört, sind eindeutig mit antisemitischen Signalen und Stereotypen kontaminiert.

Und auch Münchens Grünen-Chef Dominik Krause (29) sieht den Auftritt sehr kritisch. Die Texte seien "ganz eindeutig frauenverachtend, homophob und mit kruden KZ-Vergleichen", so Krause. "Es sollte nicht im Backstage stattfinden vor so vielen Jugendlichen."

Backstage-Chef Hans-Georg Stocker scheint jedoch keine Bedenken zu haben. Bisher soll das Konzert planmäßig stattfinden.

Titelfoto: DPA

Mehr zum Thema Promis & Stars:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0