Koma-Patientin stirbt: War das Badewasser zu heiß?

Hamburg - In einem Zentrum für Koma-Patienten in Hamburg-Eilbek ist eine Bewohnerin verstorben, weil sie mutmaßlich von Mitarbeitern zu heiß gebadet wurde.

Die Mitarbeiter hatten die Wachkoma-Patientin in einer Spezial-Wanne gebadet. (Symbolbild)
Die Mitarbeiter hatten die Wachkoma-Patientin in einer Spezial-Wanne gebadet. (Symbolbild)  © 123RF

Wie zuerst die Hamburger Morgenpost berichtete, soll die 47-Jährige im "Zentrum für Beatmung und Intensivpflege" zunächst starke Verbrennungen erlitten haben. Pfleger hätten die Frau mit einem Lift in die gefüllte Spezial-Wanne gelassen, das Wasser aber falsch temperiert.

70 Prozent ihrer Haut sollen dabei verbrüht sein. Als die Mitarbeiter den Fehler bemerkten, riefen sie sofort einen Notarzt - doch nur eine Woche später erlag die Frau ihren schweren Verletzungen in einer Spezialklinik.

Die Staatsanwaltschaft prüfe derzeit, ob Ermittlungen gegen die Mitarbeiter eingeleitet werden.

Der Geschäftsführer des Zentrums erklärte gegenüber der Zeitung: "Ich bin schockiert über den Tod der ehemaligen Bewohnerin".

Seine Mitarbeiter seien bestens ausgebildet, in dem Beruf könnten jedoch auch kleinste Fehler zu massiven Folgen führen.

Ein Notarzt stellte starke Verbrennungen am Körper der Frau fest. (Symbolbild)
Ein Notarzt stellte starke Verbrennungen am Körper der Frau fest. (Symbolbild)  © DPA

Titelfoto: 123RF

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