Komiker-Legende meckert über mickrige TV-Gagen

Querfurt - Schleswig, Magdeburg, Chemnitz, Erfurt und natürlich Schmidts Tivoli in Hamburg - Komiker-Legende Fips Asmussen (79) tourt unermüdlich durch das Land. Am 30. April wird er 80. Und schon einen Tag später will er wieder auf der Bühne stehen, diesmal im niedersächsischen Melle.

Früher war Fips Asmussen (79) Dauergast im TV, heute bevorzugt er Live-Auftritte vor seinen Fans.
Früher war Fips Asmussen (79) Dauergast im TV, heute bevorzugt er Live-Auftritte vor seinen Fans.  © DPA

Wenngleich er es mit der Zahl seiner Auftritte inzwischen etwas ruhiger angehen lässt, ans Aufhören denkt der Hamburger Jung, der seit über der 20 Jahren der Liebe wegen in Querfurt in Sachsen-Anhalt zu Hause ist, überhaupt nicht.

"Es gibt immer noch Fans, die mich hören und sehen wollen", sagt Asmussen, der sich trotz der Übersiedlung ins Sachsen-Anhaltische seinen ausgeprägten Hamburger Dialekt bewahrt hat.

"Ich bin gesund, ich kann arbeiten und habe ein neues Drei-Stunden-Programm." Besonders wohl fühlt er sich eher in der nördlicheren Gegend von Deutschland.

Irgendwie scheint ihn immer noch fast jeder zu kennen. "Ich habe 7,5 Millionen Tonträger verkauft. Das ist ein Werbemittel, das für mich bis heute wertvoll ist", sagt Asmussen.

Wer mit ihm spricht, bekommt den Eindruck, hier ist einer, der sich nichts mehr beweisen muss. "Ich mach das jetzt alles nur noch aus Spaß", sagt er gemächlich. In jüngeren Jahren hatte Asmussen in Hamburg eine eigene Kabarett-Bar, "Die violette Zwiebel", in der er Nacht für Nacht auftrat. Er war Dauergast bei Funk und Fernsehen, etwa in der "Haifischbar". Mit Stars wie Roy Black und Heino trat er in deutschen Clubs in den USA auf. "Viel von den Städten gesehen hab ich nicht", sagt er.

Heute ist das nichts mehr für ihn. "Ich stehe da ein bisschen drüber, ich habe so viele Fernsehsendungen gemacht", sagt er und bekennt freimütig: "Ein TV-Auftritt ist heute so schlecht bezahlt, dass ich dafür gar nicht erst losfahre. Lieber mach' ich eine gute Veranstaltung vor meinen Fans."

Titelfoto: DPA


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