Meinung zum Mordfall Lübcke: Rechtsextreme Demo braucht starke Antwort

Ein Kommentar von TAG24-Redakteur Florian Gürtler zu der geplanten Demonstration der rechtsextremen Partei "Die Rechte" am 20. Juli in Kassel.

Am 20. Juli – dem Tag des Attentates auf Adolf Hitler – will die rechtsextreme Partei "Die Rechte" in Kassel demonstrieren. Ihr Anlass dafür ist der mutmaßlich von einem Rechtsextremisten verübte Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke.

Das Foto aus dem April 2018 zeigt eine Demonstration der Partei "Die Rechte" in Dortmund.
Das Foto aus dem April 2018 zeigt eine Demonstration der Partei "Die Rechte" in Dortmund.  © dpa/David Young

Das Ziel der rechtsextremen Demonstration: Die Veranstalter wollen gegen die "Instrumentalisierung des Lübcke-Attentats" und die "Hetze gegen ‚Rechts‘" auf die Straße gehen, wie sie auf ihrer Website schreiben.

Die nach dem Mord an dem CDU-Politiker eingesetzte Debatte um rechtsextreme Gewalt und rechte Hetze in Deutschland beschreibt "Die Rechte" wörtlich als "Pogromstimmung gegen das gesamte rechte Lager".

Das Zitat zeigt deutlich das bewährte Argumentationsmuster der Rechtsextremen und Rechtspopulisten: Wenn man nicht gerade gegen Minderheiten hetzt, stilisiert man sich zum Opfer von "Herrschenden" und "Medienhetze".

Den rechten Extremisten ist es offensichtlich nicht genehm, dass die Zivilgesellschaft durch den Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke auf sie aufmerksam geworden ist.

Rechtsruck in Deutschland verhindern

TAG24-Redakteur Florian Gürtler lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.
TAG24-Redakteur Florian Gürtler lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.  © Florian Gürtler

Eben diese Zivilgesellschaft sollte sich nun auch mit einem machtvollen und friedlichen Zeichen den Rechtsextremen in Kassel entgegenstellen.

Unter dem Motto "Naziaufmarsch verhindern" mobilisieren linke Gruppen zu einer Gegendemo am 20. Juli in Kassel.

Je mehr Menschen an dieser Gegendemonstration teilnehmen, desto besser ist es für die nordhessische Stadt und Deutschland insgesamt.

Die Rechtsextremen sind eine kleine Minderheit, die mit ihrem Hass und ihrem Gebrüll die Stimmung in diesem Land vergiften will. Der Mord an Walter Lücke steht mit größter Wahrscheinlichkeit in direkten Zusammenhang mit eben dieser zum Teil menschenverachtenden Hetze der rechten und Rechtsextremisten.

Diesem bösen Treiben muss ein Ende gesetzt werden. Wer den Rechtsruck in Deutschland verhindern will, der muss bereit sein, gegen Rechtsextreme auf die Straße zu gehen.

Titelfoto: DPA/Florian Gürtler

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