Kommt diese Protestbewegung jetzt nach Zwickau?

Zwickaus OB Pia Findeiß (59, SPD) sieht einem Auftritt in Zwickau eher skeptisch entgegen.
Zwickaus OB Pia Findeiß (59, SPD) sieht einem Auftritt in Zwickau eher skeptisch entgegen.

Von Ronny Licht

Plauen - Bisher konzentrierte sich die Protestbewegung „Wir sind Deutschland“ (WsD) auf Plauen. Bis zu 6.000 Menschen kamen zu den Versammlungen in der Vogtland-Metropole.

Jetzt will WsD expandieren, unter anderem nach Zwickau.

Am kommenden Sonntag laden die Organisatoren auf den Altmarkt ein. Einer von ihnen ist Tilo Eckardt (40). Der Vogtländer zur MOPO24: „Wir haben interessierte Gäste aus Zwickau dabei. Wir können uns vorstellen, auch außerhalb von Plauen aktiv zu werden.“

Auch aus Chemnitz und Annaberg-Buchholz wurde Interesse laut. Erste Gespräche sollen Sonntag geführt werden. In Zwickau wird das Interesse eher zurückhaltend betrachtet.

Bis zu 6 000 Menschen versammeln sich seit fünf Wochen in Plauen.
Bis zu 6 000 Menschen versammeln sich seit fünf Wochen in Plauen.

Auf MOPO24-Anfrage äußerte sich Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (59, SPD): „Jeder darf seine persönlichen Positionen darlegen und Kritik an der aktuellen Politik äußern. Dies sollte aber fair und sachlich erfolgen.“

Sie ist für praktische Lösungen und gegen Protest: „Das sächsische Gemeinwesen steht vor der größten Herausforderung seit 25 Jahren. Die menschenwürdige Unterbringung und Integration in Kitas, Schulen, in die Arbeitswelt und das gesellschaftliche Leben kann nur in den Städten und Gemeinden erfolgen. Demonstrationen helfen dabei nicht!“

In Plauen sollen am Sonntag erstmals Politiker zu Wort kommen. Mit-Organisator Eckardt: „Wir haben alle Parteien mit einem Fragenkatalog angeschrieben. Wir hoffen auf klare Antworten.“

Die Demonstration beginnt auf dem Altmarkt um 17 Uhr.

Fotos: Ellen Liebner, Sven Gleisberg


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0