Coup gescheitert! Dealer sollten aus Chemnitzer Gericht befreit werden

Ein dunkler VW Phaeton soll bis zu den Haftzellen in den Innenhof des Amtsgerichts gefahren sein.
Ein dunkler VW Phaeton soll bis zu den Haftzellen in den Innenhof des Amtsgerichts gefahren sein.  © Maik Börner/Steffen Füssel

Chemnitz - Zwei Polizeibusse auf der Straße, der Gerichtssaal 0.36 abgeschirmt, zehn Justizbeamte (sonst vier):

Ein ungewohnt großes Sicherheitsaufgebot sorgte am Montag beim Prozess gegen die mutmaßlichen Drogen-Dealer Martin F. (21) und Michael H. (35) für Aufregung.

MOPO24 erfuhr: Die Angeklagten, die in Untersuchungshaft sitzen, sollten offenbar befreit werden!

Der 8. September, der zweite Verhandlungstag gegen das Duo am Landgericht auf dem Kaßberg. Hinter den Kulissen herrschte plötzlich Alarmstufe Rot:

Offenbar zur Ablenkung waren kurz vor Verhandlungsbeginn im Eingang des benachbarten Amtsgerichts Drogentütchen platziert und von Wachtmeistern entdeckt worden.

Zum Prozessbeginn Anfang September gab es noch die üblichen Sicherheitsvorkehrungen.
Zum Prozessbeginn Anfang September gab es noch die üblichen Sicherheitsvorkehrungen.

Die Aufregung nutzten Unbekannte, um mit einem dunklen VW Phaeton in den Hinterhof des Gerichts zu fahren.

Pikant: Dort befinden sich die Haftzellen für die Angeklagten.

Die müssen von dort aus etwa 20 Meter über den Hof bis ins Landgerichts-Gebäude laufen, um zum Verhandlungssaal zu gelangen.

Bevor das aber passierte und der Plan durchgeführt wurde, kamen aufmerksame Wachtmeister um die Ecke. Da gaben die Unbekannten Gas - und entkamen. Bisher fehlt von ihnen jede Spur.

Das Gericht schraubte im Prozess gegen die beiden Männer sofort die Sicherheitsstufe hoch.

Sprecherin Birgit Feuring (49) sagte nur: "Unsere Maßnahmen haben gewirkt." Der Prozess wird fortgesetzt.


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