Konferenz der Plastiktiere: 230 Kunststoff-Lieblinge in Dresden zu bewundern

Dresden - Ein blauer Badefisch mit großen Glubschaugen aus Polyethylen. Elefant und Löwe aus Zelluloid. Ein Kälbchen aus Gummi. Ein schwarz-weißer Hund aus Polysterol.

Insgesamt 230 Spielzeuge werden in der Schau "Konferenz der Plastiktiere" im Stadtmusem ausgestellt.
Insgesamt 230 Spielzeuge werden in der Schau "Konferenz der Plastiktiere" im Stadtmusem ausgestellt.  © Eric Münch

Rund 230 Kunststoff-Spielzeuge der 50er bis 80er Jahre versammeln sich bis 1. März im Stadtmuseum zur "Konferenz der Plastiktiere".

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht Spielzeug, das im sowjetischen Leningrad gestaltet und produziert wurde. Zusammengetragen haben es die Berliner Fotografen Sebastian Köpcke und Volker Weinhold. Über 400 Spielzeuge gehören zu ihrer Sammlung.

Es ist große Kunst für kleine Kinder. Hergestellt in ehemaligen Rüstungsfabriken wie dem Ochta-Chemiewerk in Leningrad. Wo einst Sprengstoff produziert wurde, verließen nach dem Krieg Spielzeuge das Werk.

"Das Wohlergehen der Kinder war ein erklärtes Staatsziel", so die Sammler. "1957 wurde sogar in Moskau ein prachtvolles Kinderkaufhaus eröffnet."

Der Plastik-Zoo, der dort die Regale bevölkerte, ist nun auch im Stadtmuseum zu sehen. Da darf ein Paar nicht fehlen: Hase und Wolf. Das sowjetische Kult-Duo hatte natürlich "Freunde" in der DDR.

Im thüringischen Spielwarenkombinat Sonni wurden Teddys, Affen und Puppen aus Plastik produziert. Kaum in Kinderhand wurden fast allen die Ohren abgekaut...

Hase & Wolf - die beliebten Helden der Trickfilmserie "Nu Pogodi" ("Na warte!) dürfen in der Ausstellung nicht fehlen.
Hase & Wolf - die beliebten Helden der Trickfilmserie "Nu Pogodi" ("Na warte!) dürfen in der Ausstellung nicht fehlen.  © Eric Münch
Lamm, Esel, Hund, Kamel und Elefant - alles aus Kunststoff. Der gelbe Teddy eroberte trotz materialbedingter Hartleibigkeit die Kinderzimmer.
Lamm, Esel, Hund, Kamel und Elefant - alles aus Kunststoff. Der gelbe Teddy eroberte trotz materialbedingter Hartleibigkeit die Kinderzimmer.  © Eric Münch

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