Konkrete Angebote aus Spanien und England: Weltmeister vor Bundesliga-Abschied?

Mönchengladbach - Damit hat wohl niemand gerechnet, aber inmitten des ganzen Sané-Trubels und der Kaderumstrukturierung des BVB könnte sich ein Weltmeister still und heimlich aus der Bundesliga verabschieden!

Aktuell bereitet sich Ginter (l) mit den Fohlen auf die kommende Spielzeit vor. Hier in Rottach-Egern mit Weltmeister-Kollege Christoph Kramer.
Aktuell bereitet sich Ginter (l) mit den Fohlen auf die kommende Spielzeit vor. Hier in Rottach-Egern mit Weltmeister-Kollege Christoph Kramer.  © Matthias Balk/dpa

Die Rede ist vom Ex-Dortmund-Profi Matthias Ginter! Der 25-jährige Innenverteidiger von Borussia Mönchengladbach scheint das Interesse mehrerer internationaler Top-Klubs auf sich gezogen zu haben.

Nach Informationen der "Bild" sollen insbesondere der spanische Hauptstadt-Klub Atletico Madrid sowie der Audi-Cup-Gewinner vom Mittwoch, Tottenham Hotspur, bei den Fohlen angefragt haben.

Sowohl die "Rojiblancos" als auch die Londoner könnten einen Innenverteidiger vom Format des gebürtigen Freiburgers noch gut gebrauchen. Stehen die Spanier inmitten eines radikalen Umbruchs, sind die Spurs auf dem Transfermarkt einmal mehr äußerst zurückhaltend.

Am Rande des Audi-Cups in München stichelte gar Tottenham-Trainer, Mauricio Pochettino in Richtung seiner Bosse:

"Vielleicht sollten die Bosse meinen Titel ändern. Ich bin kein Manager. Ich bin nur die Person, die an der Seitenlinie steht und das Team betreut. Ich bin hier nur der Coach", so der Argentinier auf Fragen der Journalisten bezüglich der mauen Transferausbeute in diesem Sommer und wieso er als "Manager" scheinbar keinen Einfluss auf die Verpflichtung von Neuzugängen hat.

Der 47-Jährige scheint bezüglich der Transfer-Politik seines Vereins angefressen zu sein und möchte wohl noch den ein oder anderen Transfer realisiert bekommen.

Bekommt Diego Simeone noch einen Innenverteidiger?

Pochettino mit Real-Trainer Zinedine Zidane am Dienstag beim Audi-Cup in der Münchner Allianz Arena.
Pochettino mit Real-Trainer Zinedine Zidane am Dienstag beim Audi-Cup in der Münchner Allianz Arena.  © Matthias Balk/dpa

In diesem Sommer verpflichtete man lediglich für 60 Millionen Euro den 22-jährigen Franzosen Tanguy Ndombélé von Olympique Lyon und den erst 18 Jahre jungen Jack Clarke von Leeds United für elf Millionen Euro.

Letzterer wurde jedoch direkt wieder an den Zweitligisten verliehen.

Bei Atletico hingegen kracht es auf beiden Seiten. Neben namhaften Abgängen wie Antoine Griezmann (28, für 120 Millionen Euro zum FC Barcelona), den 80-Millionen-Einkauf des FC Bayern, Lucas Hernandez (23), oder das spanische Top-Talent Rodri, der für 70 Millionen Euro zu Peps Manchester City gewechselt ist, hat man bislang auch junges, prominentes und kostenintensives Spieler-Material geholt.

Unter anderem holte man das 19-jährige Portugal-Juwel João Félix für 126 Millionen Euro von Benfica Lissabon, den Innenverteidiger Hermoso von Espanyol Barcelona (25 Mio.) und Pochettinos Rechtsverteidiger Kieran Trippier von Tottenham.

Einnahmen von 311 Millionen stehen Reinvestitionen von 244 Millionen entgegen.

In der Abwehr von Atletico scheint aber noch Handlungsbedarf zu sein: Nachdem man neben eben erwähntem Hernandez noch den langjährigen Defensiv-Riegel um Filipe Luís (33, zu Flamengo Rio de Janeiro), dem gleichaltrigen Diego Godín (zu Inter Mailand) und Juanfran (34) jeweils ablösefrei ziehen ließ, wäre ein Spieler wie Matthias Ginter durchaus eine Alternative, um das Defensiv-Konstrukt der Madrilenen weiter zu verstärken.

Ginters Arbeitspapier bei den Fohlen läuft noch bis 2021. Sein Marktwert liegt bei rund 35 Millionen Euro. Max Eberl sei wohl aber erst ab einer Summe von knapp 60 Millionen Euro gesprächsbereit. Der Weltmeister von 2014 kam 2017 für 17 Millionen Euro vom BVB.

Update, 13.00 Uhr: Nach Bericht der "Rheinischen Post" ist Max Eberl jedoch nicht gewillt Matthias Ginter abzugeben. "Da ist nichts dran. Niemand hat bei uns sein Interesse an Matze hinterlegt, und wir haben auch überhaupt kein Interesse daran, ihn abzugeben.", so der 45-Jährige.

Jedoch ist zumindest zu vermuten, dass man am Niederrhein, bei einem finanziell lukrativen Angebot, wohl dennoch über einen Transfer Ginters nachdenken könnte.

Der wohl größte Moment in Ginters Karriere. Weltmeister 2014 in Rio de Janeiro.
Der wohl größte Moment in Ginters Karriere. Weltmeister 2014 in Rio de Janeiro.  © Marcus Brandt/dpa

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