Blutkonserven werden wegen Grippe knapp

Eine Haema-Mitarbeiterin sortiert Blutspenden.
Eine Haema-Mitarbeiterin sortiert Blutspenden.

Zwickau - Winterferien, Witterungsverhältnisse und die momentane Grippewelle. Mehrere Faktoren verringern den aktuellen Bestand an Blutkonserven mit möglichen schweren Folgen.

Durch Unfälle oder Krankheiten kann jeder in die Lage geraten, eine Blutspende zu benötigen. Die großen Spendedienste DRK und Haema klagen momentan über einen Mangel an gesunden Spendern.

Auch der Standort Zwickau ist laut Antje Dombrowski (48) vom DRK betroffen. „Im Moment gibt es einige Spender, die unter Infekten leiden und nicht spenden können“, erklärt die Sprecherin. Nach einer Infektion muss zusätzlich eine Spendepause von vier bis sechs Wochen eingelegt werden.

Auch Haema-Mitarbeiterin Marion Junghans (40) kennt das Problem. „In diesem Jahr sind mehr junge Leute von der Grippe betroffen, eigentlich unsere Stammspender. Zudem wirkt der Impfstoff schlechter. Hier liegt er bei lediglich 20 bis 30 Prozent.“ Zwar sei die Grundversorgung stets gesichert, dennoch sind alle Bürger über 18 Jahren aufgerufen, zu spenden.

„Im schlimmsten Fall können OPs ausfallen und auch andere Behandlungen wie Krebstherapien nicht im regelmäßigen Zeitraum stattfinden.“ Das Leid von Personen werde so verlängert.

Marion Junghans von Haema: „Alle gesunden Bürger über 18 Jahren sollen spenden.“
Marion Junghans von Haema: „Alle gesunden Bürger über 18 Jahren sollen spenden.“

Fotos: Maik Börner, Haema


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