Weniger Flüchtlinge kommen über die Schweiz nach Deutschland

Bislang sind weniger Flüchtlinge illegal über die Schweiz nach Deutschland gekommen. (Symbolbild)
Bislang sind weniger Flüchtlinge illegal über die Schweiz nach Deutschland gekommen. (Symbolbild)  © DPA

Konstanz - Im Jahr 2017 sind bislang weniger Flüchtlinge illegal über die Schweiz nach Deutschland eingereist als im Vorjahr.

So wurden nach Angaben der Bundespolizei bis November im Bereich der Inspektionen Weil am Rhein und Konstanz 3673 unerlaubt eingereiste Menschen an der Grenze aufgegriffen. Im gleichen Zeitraum 2016 waren es 4434 Menschen, im gesamten vergangenen Jahr 5039 Menschen.

Die meisten Eingereisten stammten demnach aus Guinea, Nigeria und Eritrea, aber auch aus Somalia und Gambia seien viele Flüchtlinge gekommen. Dabei nutzten die Menschen alle Verkehrsmittel, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei. Ein Großteil sei mit der Bahn unterwegs, es würden aber auch Buslinien oder Autos genutzt. Von Januar bis November habe es zudem 18 Schleusungsfälle gegeben, im Jahr 2016 insgesamt 30.

Über die schweizer Grenze kamen zumeist Menschen aus Afrika, etwa Guinea, Nigeria oder Eritrea. (Symbolbild)
Über die schweizer Grenze kamen zumeist Menschen aus Afrika, etwa Guinea, Nigeria oder Eritrea. (Symbolbild)  © DPA

Im Gespräch mit den Flüchtlingen und durch Ermittlungen der Bundespolizei habe sich aber gezeigt, dass neben Schleusungen auch Reisen auf eigene Faust stattfänden, sagte die Sprecherin weiter. "In sozialen Netzwerken existieren hierfür Wegbeschreibungen und Mobiltelefone besitzen die notwendigen Routenplaner."

Mehr Flüchtlinge nutzen aber offenbar weiterhin den Weg über die österreichische oder die tschechische Grenze: Die Zahl der dort festgestellten Personen lag nach Angaben der Bundespolizei in München bis einschließlich November bei knapp 16.000 Flüchtlingen.

Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist die Zahl damit deutlich gesunken - bis November 2016 waren es den Angaben zufolge 70.000 unerlaubte Einreisen. Die 2017 dort festgestellten Flüchtlinge waren zumeist Männer zwischen 16 und 35 Jahren und stammten aus Nigeria, Afghanistan, Syrien und dem Irak.

Die Asylsuchenden würden nach der Einreise kontrolliert, ihre Daten würden aufgenommen. Anschließend würden die Personenan die Erstaufnahmeeinrichtung weitergeleitet, hieß es bei der Bundespolizei weiter. "Wird ein Asylantrag gestellt, erfolgt die Prüfung durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge."

Titelfoto: DPA


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