Über 80 Jahre nach der Zerstörung: Neue Synagoge wird heute in Konstanz eingeweiht

Konstanz - Mehr als 80 Jahre nach der Zerstörung der Synagoge in Konstanz wird am Sonntag in der Bodenseestadt ein neues jüdisches Gotteshaus eingeweiht.

Blick ins Innere der Synagoge.
Blick ins Innere der Synagoge.  © DPA

Als Redner werden in der neuen Synagoge (ab 16 Uhr) Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Abraham Lehrer erwartet, der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland.

Rund vier Wochen nach dem Anschlag auf die Synagoge in Halle stehen die Feierlichkeiten in Konstanz unter verstärktem Polizeischutz.

Zum Auftakt (15 Uhr) werden Gemeindemitglieder die Thorarollen vom Ort der alten Synagoge zu dem rund 50 Meter entfernten Neubau unweit des Konstanzer Hafens tragen. Die 1883 fertiggestellte Konstanzer Synagoge war während der Pogrome im November 1938 von SS-Leuten zerstört worden.

Bauherr der neuen Synagoge, die auch als Ausdruck eines wiederaufblühenden jüdischen Lebens in Deutschland gesehen wird, ist die Israelitische Religionsgemeinschaft Baden (IRG). Die Baukosten gab die IRG mit rund fünf Millionen Euro an, die Stadt Konstanz habe sich mit einem Zuschuss von 155.000 Euro beteiligt.

Zudem stellte die Stadt Grundstücke für den Neubau zur Verfügung.

Auch Abraham Lehrer (links) kommt am Sonntag zur Einweihung.
Auch Abraham Lehrer (links) kommt am Sonntag zur Einweihung.  © DPA
Die Synagoge von außen. Oben am Fenster ist ein Davidstern zu erkennen.
Die Synagoge von außen. Oben am Fenster ist ein Davidstern zu erkennen.  © DPA

Titelfoto: DPA

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