Hatte auch Bekannter von Franco A. Kontakte zur rechten Szene? Ex-KSK-Soldat vor Gericht

Böblingen - Ein wegen Kontakt zu rechten Netzwerken ins öffentliche Schlaglicht geratener Unteroffizier muss sich nach seiner Beschwerde gegen einen Strafbefehl vor Gericht verantworten.

Die Kammer verhandelt am Mittwoch gegen den Soldat. (Symbolbild)
Die Kammer verhandelt am Mittwoch gegen den Soldat. (Symbolbild)  © Robert Schlesinger/dpa-Zentralbild/dpa

Andre S., einst im Kommando Spezialkräfte (KSK) im Einsatz, war wegen Verstoßes gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz verurteilt worden.

Das Amtsgericht Böblingen hatte im September eine Geldstrafe von 120 Tagessätzen verhängt. Die Höhe der Tagessätze ist unbekannt. Die Kammer verhandelt am Mittwoch (13.30 Uhr).

Bei Hausdurchsuchungen hatten Ermittler bei Andre S. Patronen, Nebel- und Signalgranaten sichergestellt sowie eine Kiste, in der sich Zünder von Handgranaten befanden.

Dem Mann wurde "vorsätzlicher unerlaubter Besitz von Munition in Tateinheit mit vorsätzlichem unerlaubten Umgang mit explosionsgefährlichen Stoffen in zwei tateinheitlichen Fällen" vorgeworfen.

Der frühere Unteroffizier S. - Spitzname "Hannibal" - war in den Blick von Behörden geraten, nachdem der terrorverdächtige Offizier Franco A. wegen einer auf dem Flughafen Wien versteckten Waffe 2017 aufgeflogen war. Es gab eine Durchsuchung beim KSK und in Privathäusern, um Kontaktleute und einen sogenannten Dunstkreis zu überprüfen und ein mögliches Netzwerk aufzuklären.

Dabei ging es auch um Chatgruppen. In diesen tauschten sich rechte Prepper aus, die sich auf den Zusammenbruch der staatlichen Ordnung vorbereiten. Es gibt Überschneidungen mit Reichsbürgern und Rechtsextremisten.

Die Behörden fanden 2017 eine versteckte Waffe. (Symbolbild)
Die Behörden fanden 2017 eine versteckte Waffe. (Symbolbild)  © 123rf/Pop Nukoonrat

Titelfoto: Robert Schlesinger/dpa-Zentralbild/dpa

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