Kontrolleure jagen Schwarzangler in Chemnitz

Kontrolleur Jörg Beller (56, re.) überprüft Hartmut Immisch (52, li.). Der ist sauber - ordentliches Mitglied des Anglervereins 94.
Kontrolleur Jörg Beller (56, re.) überprüft Hartmut Immisch (52, li.). Der ist sauber - ordentliches Mitglied des Anglervereins 94.

Von Mandy Schneider

Chemnitz - Angelparadies Chemnitz: im ehemals toten Fluss tummeln sich Forellen, Barben, Barsche und Döbel.

Dass sich aus der Chemnitz sogar bis zu 80 Zentimeter große Bachforellen fischen lassen, hat sich nicht nur unter den rund 1 600 Chemnitzer Anglern herumgesprochen, die in Vereinen organisiert sind. Fischerei-Kontrolleure jagen Schwarzangler jetzt sogar nach Dienstplan.

„Die staatlich bestellten, ehrenamtlichen Fischerei-Aufseher sind auch nachts unterwegs“, sagt Koordinator Jörg Beller (56). „Mal ertappen wir eine Woche lang niemanden, manchmal vier in einer Nacht, einige Schwarzangler immer wieder.“ 2013 gingen den Kontrolleuren etwa 25 Schwarzangler ins Netz. „Dieses Jahr waren es bestimmt schon 20“, so Beller.

Ein Kavaliersdelikt ist Fischwilderei nicht: Bis zu 5 000 Euro Strafe sieht das Gesetz vor. Beller: „Grundsätzlich kann das Verfahren auch beim Staatsanwalt landen.

Wer verurteilt wird, gilt als vorbestraft.“

In hartnäckigen Fällen rückt auch die Polizei aus. „Wenn sich Angler nicht ausweisen wollen, unterstützen wird die Kontrolleure“, so Polizei-Sprecher Frank Fischer (58).

Wer legal in der Chemnitz angeln will, braucht einen Fischereischein, den es nach einem 30-Stunden-Lehrgang für etwa 100 Euro gibt, und einen Erlaubnisschein des Gewässerpächters.

Beim Anglerverband Chemnitz kosten diese Scheine für Vereins-Angler 80 Euro pro Jahr, eine Angelkarte für Gäste 35 Euro pro Woche. Infos unter: www.anglerverband-chemnitz.de

Diese Fische gibt's in der Chemnitz

Fotos: imago/Christof Heyden