Autistische Heimbewohner gequält? Überraschende Entscheidung des Gerichts

Korbach - Ein Prozess wegen mutmaßlicher Gewalt gegen Bewohner einer Einrichtung für Autismus-Störungen ist am Dienstag in Nordhessen eingestellt worden.

Angeklagt waren der Heimleiter sowie drei ehemalige Mitarbeiter des Heimes (Symbolbild).
Angeklagt waren der Heimleiter sowie drei ehemalige Mitarbeiter des Heimes (Symbolbild).  © dpa/Britta Pedersen

Durch die jahrelange Verfahrensdauer und ohne Wiederholungsgefahr der Taten sei dem öffentlichen Interesse einer Strafverfolgung genüge getan, sagte der Staatsanwalt zur Entscheidung des Amtsgerichts Korbach.

Angeklagt gewesen waren der 38-jährige Heimleiter und drei damalige Mitarbeiterinnen. Dem 38-Jährigen warf die Staatsanwaltschaft vor, in einem Heim im Landkreis Waldeck-Frankenberg angeordnet zu haben, dass Bewohner im Konfliktfall zu Boden gebracht und fixiert werden.

Die 27-, 28- und 31-jährigen Mitarbeiterinnen sollten diese Anweisung in mehreren Fällen ausgeführt und Patienten verletzt haben.

Nach anonymen Beschwerden hatte die Pflegeaufsicht das Heim kontrolliert und die Verhältnisse dort beanstandet. Doch bereits zu Prozessbeginn zeigte sich, dass sich extrem schwer aufklären lässt, was damals wirklich passiert ist.

Die Angeklagten bestritten die Vorwürfe.

Das Amtsgericht in Korbach stellte das Verfahren am Dienstag ein (Symbolbild).
Das Amtsgericht in Korbach stellte das Verfahren am Dienstag ein (Symbolbild).  © 123RF/Sebastian Duda

Titelfoto: dpa/Britta Pedersen

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