Skandal um Wilke-Wurst geht weiter: Mitarbeiter schocken mit Ekel-Details!

Korbach - Schon wieder kommen neue Schreckensdetails zum Wursthersteller Wilke ans Licht – und die haben es in sich.

Immer mehr Details kommen ans Licht.
Immer mehr Details kommen ans Licht.  © dpa/123R/g215

So sollen die hygienischen Zustände in dem Betrieb katastrophal gewesen sein, teilweise sei tage- oder auch wochenlang nicht geputzt worden, gestand ein Berater der Fleischwirtschaft gegenüber der "Waldeckischen Landeszeitung".

Doch es kommt noch schlimmer! Denn nicht nur die Produktionsstätte soll vollkommen verdreckt gewesen sein, auch die Wurstwaren sollen vor Schimmel gestarrt haben. So belegen Fotos massenhaft verschimmelte Würste und Leberkäse oder auch frische Wurst, die an einem verdreckten Rauchwagen hängt.

"Ich betreue viele Betriebe, auch im Ausland, aber nicht einmal in Rumänien gebe es einen derart leichtfertigen Umgang mit der Gesundheit anderer", so der Berater schockiert gegenüber der Zeitung.

Auch ein Zeitarbeiter berichtet von ähnlichen Missständen. So habe teilweise frische Wurst neben Fässern mit vergammelten Fleisch gelagert. Einen Mundschutz sollen die Mitarbeiter, außer bei angekündigten Kontrollen, nie getragen haben.

Mäusekot bei Wilke-Wurst?

Ein weiterer Ex-Mitarbeiter soll sogar Mäusekot bei Wilke gefunden haben, berichtet dieser gegenüber der "Bild". Als er der Geschäftsführerin ein davon geschossenes Foto zeigte, soll sie ihn dann dazu gezwungen haben es zu löschen.

Mittlerweile gibt es 37 Krankheitsfälle, die möglicherweise mit Wilke-Wurstwaren im Zusammenhang stehen. In Südhessen sollen zwei Menschen nach dem Verzehr der Wurst gestorben sein. In der Pizzasalami sowie der Brühwurst des Unternehmens wurden gefährliche Listerien-Keime festgestellt.

Die Konsequenz: Kaufland hat die Wurstwaren des Herstellers aus dem Sortiment genommen. Auch "Metro" rief das unter der Eigenmarke "Aro" vertriebene Fleisch zurück und verbannte es aus den Läden.

Das Unternehmen meldete nach dem Bekanntwerden des Skandals Insolvenz an. Zuvor wurden der Betrieb sowie das Haus des Firmenchefs von Einsatzkräften durchsucht.

Titelfoto: dpa/123R/g215


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