HVV-Ausbau: So viele Milliarden Euro soll die U5 kosten

Hamburg - Der Ausbau des Hamburger Schienennetzes in den kommenden Jahren wird richtig teuer.

Hamburg will das U-Bahn-Netz ausbauen. (Symbolbild)
Hamburg will das U-Bahn-Netz ausbauen. (Symbolbild)  © dpa/Daniel Bockwoldt

Alleine für den ersten Abschnitt der geplanten U5 zwischen Bramfeld und City Nord sind rund 1,8 Milliarden Euro eingeplant, berichtet das Hamburger Abendblatt.

Damit hat Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) erstmals konkrete Kosten genannt.

Die Neubau-Strecke ist etwa 5,8 Kilometer lang und soll bis 2027 gebaut sein.

Insgesamt soll die neue U5 25 Kilometer durch Hamburg fahren und an den Arenen am Volkspark enden.

Würde jeder Kilometer genauso teuer werden wie der erste Abschnitt, ergebe das rund 7,8 Milliarden Euro. Diese Zahl ist aber mit großer Vorsicht zu verwenden, da sich die Kosten nicht einfach so hochrechnen lassen können.

Vor fünf Jahren soll nach CDU-Informationen der damalige Hochbahn-Chef Günter Elste noch mit geschätzten Gesamtausgaben von 3,8 Milliarden Euro gerechnet haben.

So oder so ist zumindest jetzt schon sicher: Die U5 wird ein Milliardenprojekt.

Neue S32 soll Osdorf und Lurup anbinden

Die Karte zeigt den möglichen Verlauf der S32 in Hamburg.
Die Karte zeigt den möglichen Verlauf der S32 in Hamburg.  © Screenshot/Twitter/HH_BWVI

Wie das bezahlt werden soll, erklärte Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) am Donnerstag auf Twitter: "Wir bilden Investitionsreserven, sparen ein Sondervermögen an, werben Bundesmittel ein."

Im vergangenen Jahr legte die Stadt dafür 50 Millionen Euro zurück. Dazu kommen eingeplante reguläre Haushaltsmittel im dreistelligen Millionenbereich.

Der Neubau sei nach Dressels Ansicht sinnvoll, da nur U- und S-Bahnen die Transportkapazität schaffen, die Hamburg in den kommenden 100 Jahren brauche.

Die seit Jahrzehnten versprochene Anbindung des Hamburger Westens an das Schienennetz werde dieses Mal gelingen. Das versprach auch Bürgermeister Tschentscher am Dienstag bei Vorstellung einer Machbarkeitsstudie.

Die ergab, dass der Hamburger Westen am besten per S-Bahn und nicht per U5 angebunden werden soll. Wie teuer die neue S32 von Holstenstraße bis Osdorf wird, ist völlig unklar. Da die S-Bahn-Linie aber unterirdisch fahren soll, dürften auch hier hohe Kosten entstehen.

Dagegen ist der Neubau der S4 im Hamburger Osten vergleichsweise günstig. Die Strecke vom Hauptbahnhof bis nach Bad Oldesloe soll rund 950 Millionen Euro kosten und bis voraussichtlich 2027 fertig sein.

Titelfoto: dpa/Daniel Bockwoldt

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