Fünf Mädchen in Escape-Room gestorben: Unglücksursache wohl gefunden

Koszalin - Ein Feuer bei einem Abenteuerspiel in einem verschlossenen Raum ist für fünf Mädchen in Polen zu einer tödlichen Falle geworden.

Die Einsatzkräfte schilderten dramatische Szenen. "Die Feuerwehrleute mussten spezielle Ausrüstung und viel Körperkraft aufwenden, um ins Innere zu gelangen."
Die Einsatzkräfte schilderten dramatische Szenen. "Die Feuerwehrleute mussten spezielle Ausrüstung und viel Körperkraft aufwenden, um ins Innere zu gelangen."  © Marcin Bielecki/PAP/dpa

Bei dem "Escape-Game" kamen die 15-Jährigen auf tragische Weise ums Leben: Die eingeschlossenen Jugendlichen hatten keine Chance zu entkommen, als in dem Gebäude in Koszalin im Norden des Landes ein Brand ausbrach (TAG24 berichtete).

Das berichtete die Agentur PAP nach dem Unglück vom Freitagabend unter Berufung auf die Einsatzkräfte.

Das Feuer sei im Vorzimmer ausgebrochen, teilte die Staatsanwaltschaft laut PAP mit. Den Teenagern sei damit der einzige Fluchtweg versperrt gewesen.

Nach ersten Erkenntnissen war Gas aus einem undichten Behälter entwichen und hatte sich entzündet. Vor Ort wurden vier gasbetriebene Heizgeräte sichergestellt.

Laut der Obduktion starben alle Opfer an einer Vergiftung durch das Rauchgas Kohlenmonoxid. Es entsteht bei fast allen Wohnungsbränden in großen Mengen.

Der Besitzer des Unglücksbetrieb wurde festgenommen. Nach Angaben der Polizei handelt es sich um einen 28 Jahre alten Mann, der nicht vorbestraft sei. Das Unternehmen war für eine Stellungnahme telefonisch nicht zu erreichen.

Die Fenster seien verschlossen und verriegelt gewesen. Beim Eintreffen der Rettungsdienste habe das Haus bereits in Flammen gestanden.
Die Fenster seien verschlossen und verriegelt gewesen. Beim Eintreffen der Rettungsdienste habe das Haus bereits in Flammen gestanden.  © Marcin Bielecki/PAP/dpa

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