Frau von mutmaßlichem Kindermörder macht überraschendes Geständnis

Neuss - Weitere faustdicke Überraschung im Düsseldorfer Prozess um einen Kindermord: Die 40-jährige Ehefrau des Angeklagten hat sich am Mittwoch im Gerichtssaal selbst bezichtigt.

Mitte Juni hatte der Angeklagte sein Geständnis widerrufen.
Mitte Juni hatte der Angeklagte sein Geständnis widerrufen.  © DPA

Sie habe den Elfjährigen geschlagen, weil der sich nicht duschen wollte. Ihr Mann habe damit nichts zu tun. Zuvor hatte sie ihren Mann beschuldigt.

"Das war ein Unfall, ich wollte nicht, dass das so endet." Sie habe ihrem Neffen eine Ohrfeige gegeben, der sei dann mit dem Kopf gegen eine Stange oder die Fliesen im Badezimmer geschlagen.

Ihr Mann habe davon gar nichts mitbekommen. Für ältere Verletzungen des Jungen sei sie aber nicht verantwortlich, sagte die Frau.

Zuvor hatte der angeklagte mutmaßliche Kindermörder im Prozess sein Geständnis widerrufen und seine Ehefrau beschuldigt (TAG24 berichtete).

Die Anklage wirft dem Onkel des Elfjährigen vor, den Jungen im Badezimmer schwer misshandelt und in lebensbedrohlichem Zustand zurückgelassen zu haben. Erst als er ihn für tot hielt, habe er den Notruf gewählt.

Titelfoto: DPA


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