Ladefläche voller Baumaschinen: Polizisten wollen Ausrede nicht glauben, die Fahrerin (69) Ihnen auftischt

Krauschwitz - Dreistigkeit bleibt wohl nicht nur der Jugend vorbehalten: Am Montagmorgen stoppte die Polizei im Landkreis Görlitz einen Volkswagen-Transporter, am Steuer eine polnische Rentnerin (69), neben ihr ein etwas jüngerer Beifahrer (56) und die Ladefläche voller Baumaschinen. Trotz Ausreden fanden die Ermittler schnell heraus, dass es sich um Diebesgut handelte.

Auf der Ladefläche des Wagens wurden die Polizeibeamten fündig.
Auf der Ladefläche des Wagens wurden die Polizeibeamten fündig.  © Bundespolizei

Kurz vor der Grenze schlug die Bundespolizei zu, zog in Podrosche bei Krauschwitz den Volkswagen heraus und enteckte auf dessen Ladefläche zwei Rüttelplatten und einen Stampfer.

Die Seniorin am Steuer war um keine Antwort verlegen: Sie habe eine Baufirma in Deutschland betrieben, diese jetzt aufgelöst.

Folglich gehörten alle Geräte ihr.

Die Ermittler blieben skeptisch, prüften die Personalien der beiden Polen. Dabei kam heraus, dass der Beifahrer schon öfter auf Baustellen gestohlen hatte.

Nun nahm die Bundespolizei die Geräte genauer unter die Lupe und fand Hinweise auf eine Baufirma im Neckar-Odenwald-Kreis (Baden-Württemberg).

Dort riefen sie an und der Firmeninhaber berichtete sofort über einen Einbruch: Auf seiner Baustelle war ein Container aufgebrochen worden, zwei Rüttelplatten, ein Stampfer, aber auch ein Nivelliergerät und ein Gesteinsschneider fehlten.

Rüttelplatten und ein Stampfer hatte das Auto im Gepäck.
Rüttelplatten und ein Stampfer hatte das Auto im Gepäck.  © Bundespolizei

Über 500 Kilometer und fast über die Grenze hinweg waren die Polen bereits in der kurzen Zeit gekommen.

Doch nun klickten beim Beifahrer die Handschellen. Die Rentnerin gab nun an, nur die Fahrerin gewesen zu sein.

Trotzdem hat sie nun ein Verfahren wegen Beihilfe zum Diebstahl am Hals, gegen den Beifahrer ermittelt die Polizei wegen besonders schweren Diebstahls.

Wo die anderen Geräte abgeblieben sind, versucht nun die Kriminalpolizei aufzuklären.

Zumindest die beiden Rüttelplatten und den Stampfer wird der Bauunternehmer nach der Spurensicherung aber wieder in Empfang nehmen können.

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