Oma wollte Vögel nur wärmen: Jetzt sind alle tot

In diesem Inferno verbrannten sechs Nymphensittiche.
In diesem Inferno verbrannten sechs Nymphensittiche.  ©  Feuerwehr Krauschwitz-West

Krauschwitz - Eigentlich wollte sie nur das Beste, eigentlich tat sie auch genug dafür, dass nichts passieren konnte und trotzdem ging die Sache gehörig schief: Für ihre sechs Nymphensittiche stellte Rentnerin Anita Prokoph (68) in der Nacht eine Kerze auf. Am nächsten Tag waren alle Tiere verbrannt.

"Ich verstehe nicht, wie das passieren konnte", sagt die Krauschwitzerin. "Ich wollte den Sittichen nur etwas wärmendes hinstellen, ich halte die doch im Freien." Auch ergriff die Rentnerin Vorsichtsmaßnahmen: "Extra, damit nichts passiert, habe ich Steine um die dicke Kerze gelegt", sagt sie.

"Außerdem war eine Schutzhülle darum." Es half nichts, früh um sechs rückte die Feuerwehr an. Anwohner hatten eine Rauchwolke in der Bundesstraße 156 gemeldet, nach längerer Suche fanden die Kameraden schließlich die lichterloh brennende Voliere, Oma Anita wurde erst durch die Feuerwehr geweckt.

Für die vor zwei Jahren von der Tochter mitgebrachten Vögel konnten die Kameraden nichts mehr tun. "Die konnten ja nicht weg", so die Besitzerin. "Keinen einzigen der Sittiche habe ich mehr lebend gefunden. Mir ist das alles ein Rätsel."

Glück im Unglück: Die Voliere stand weit genug weg vom Wohnhaus und auch den Bienenstöcken des Sohnes, sonst hätte alles noch viel schlimmer ausgehen können. Die Polizei hat jetzt die Ermittlungen wegen fahrlässiger Brandstiftung aufgenommen.

Von der Voliere bleib nur noch ein Haufen Asche.
Von der Voliere bleib nur noch ein Haufen Asche.  © Andre Schulze
Anitas Enkel Nils (9) ist froh, dass wenigstens seinen geliebten Kaninchen nichts passiert ist.
Anitas Enkel Nils (9) ist froh, dass wenigstens seinen geliebten Kaninchen nichts passiert ist.  © Andre Schulze

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