Löbtau-Krawalle: Polizei erkennt Randalierer nicht!

Auf Videos vom Tatort ist zwar Randale erkennbar, nicht aber die einzelnen Täter.
Auf Videos vom Tatort ist zwar Randale erkennbar, nicht aber die einzelnen Täter.

Von Steffi Suhr

Dresden - Außer Spesen nichts gewesen. Fünf Jahre nach der Randale vorm linken Wohnprojekt „Praxis“ in Dresden-Löbtau standen am Donnerstag vier mutmaßlich rechte Schläger wegen Landfriedensbruch vorm Amtsrichter. Doch ein Tatnachweis war unmöglich.

Bei den Krawallen am 19. Februar 2011 randalierte auch ein Trupp Rechter am linken Wohnprojekt an der Columbusstraße. Steine und Feuerwerkskörper flogen. Laut Anklage waren Frank J. (29), Björn G. (29), Tony G. (37) und Ingo H. (43) aktiv dabei.

Das Quartett war mit Gleichgesinnten aus Nordrhein-Westfalen angereist. Ingo H.: „Wir stiegen in Potschappel aus den Bussen, liefen Richtung Stadt. An der Straße kamen wir zufällig vorbei.“ Zwar gab es dort Tumulte, aber sie hätten sich nicht beteiligt.

Auf dem Video, das die Polizei auswertete, war zwar die randalierende Menge zu erkennen. „Aber eine klare Identifizierung der hier Angeklagten ist unmöglich“, so der Richter, der alle vier Männer freisprach.

Foto: Screenshot Youtube


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