Krebsdiagnose bei Hund: Ehepaar sieht nur einen Weg, geliebten Vierbeiner zu retten

San Francisco (Kalifornien) - Es war ein bitterer Tag im Leben von Serena Gannon-Lodge (32) und ihrem Ehemann Andrew Lodge (32): Bei ihrer Hündin Millie war gerade Krebs diagnostiziert worden.

Andrew Lodge und Serena Gannon-Lodge auf einem Facebook-Pic.
Andrew Lodge und Serena Gannon-Lodge auf einem Facebook-Pic.  © Facebook/Screenshot/Andrew Lodge

Das frischvermählte Ehepaar aus London war im Juli in den Flitterwochen, als Serenas Schwester beim Hundesitten feststellte, dass Millie geschwollene Drüsen hatte. Kurz darauf folgte die Schockdiagnose.

Zwar wurde sofort eine Chemotherapie für die Hunde-Dame eingeleitet, doch die Tierärzte gaben ihr nur noch vier bis sechs Monate. Die Briten, die vor einem Jahr nach San Francisco ausgewandert waren und eigentlich für ein Haus sparten, überlegten nicht lange.

Sie setzten mit umgerechnet rund 45.000 Euro ihr gesamtes erspartes Geld ein, um den Cockerspaniel mithilfe einer Stammzelltherapie zu retten.

Serena Gannon-Lodge, selbst eine Tierärztin, sagte laut des britischen "Express": "Millie bedeutet uns alles. Wir würden alles verkaufen, was wir für ihre Behandlung benötigen - und damit sie glücklich ist."

Das Paar kontaktierte das "North Carolina State Veterinary Hospital" - den einzigen Ort der Welt, an dem Stammzelltransplantationen für Hunde angeboten werden.

Millies Mutter Coco war gefordert

Serena Gannon-Lodge mit Millie vor der Golden Gate Bridge von San Francisco.
Serena Gannon-Lodge mit Millie vor der Golden Gate Bridge von San Francisco.  © Facebook/Screenshot/Serena Gannon-Lodge

Doch für die Rettung der sechsjährigen Millie war mehr nötig als viel Geld - sie brauchte einen Spender. Also kontaktierte das Ehepaar den Besitzer von Millies Mutter Coco. Robert Alcock (52) aus dem britischen Darwen zeigte sich hilfsbereit und ließ die acht Jahre alte Hündin nach Amerika fliegen.

Die gesunden Zellen von Coco wurden extrahiert und in ihre Tochter verpflanzt - was die Hündin zur ersten Stammzellspenderin aus Großbritannien macht.

Mittlerweile sind Mutter und Tochter nach Hause zurückgekehrt und Millie befindet sich offiziell in Remission. Serena Gannon-Lodge sagte: "Es war sehr hart und emotional anstrengend, aber wir waren so froh, dass wir sie zu Weihnachten zu Hause hatten."

Cocos Besitzer Robert Alcock äußerte sich ebenfalls und sagte: "Ich würde das Gleiche für Coco tun, wenn sie in dieser Situation wäre. Ein Hund ist Teil ihrer Familie und sie lieben sie so, wie sie ihre Kinder lieben."

Der 52-Jährige ergänzte: "Es schien nur richtig zu sein, dass ich Coco ihre eigene Tochter retten ließ und ich freue mich sehr, dass Millie wieder glücklich und gesund mit Serena und Andrew zusammen ist."

Bleibt dem Paar zu wünschen, dass es noch viele Jahre mit Millie vor sich hat.

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