Weihnachten im Oktober? Das ist der traurige Grund

Bebington - Es ist eine Geschichte, die einen beinahe mit gebrochenem Herzen zurücklässt. Nachdem die Britin Helen Robinson zunächst erfolgreich ihren Brustkrebs besiegte, kam wenig später die nächste Hiobsbotschaft der Ärzte. Nun läuft der Familie die gemeinsame Zeit davon, was Vater Stephen dazu veranlasste, etwas Besonderes zu planen.

Helen Robinson ist eine große Kämpferin, doch diesen Kampf wird sie schon bald verlieren.
Helen Robinson ist eine große Kämpferin, doch diesen Kampf wird sie schon bald verlieren.  © Screenshot/GoFundMe

Sie hat sieben Kinder und ist nach Aussage ihres Mannes die wohl beste Mutter, die man sich vorstellen kann. "Helen hat die Kinder so gut erzogen, sie ist die Art von Person, die sich Mühe gibt, jedem zu helfen", sagte ihr Mann Stephen erst kürzlich gegenüber dem "LiverpoolEcho".

Und tatsächlich: Die 46-Jährige leistete Zeit ihres Lebens viel Wohltätigkeitsarbeit. So hat sie beispielsweise auch sogenannte Trauer-Teddys entwickelt. Das sind Kuscheltiere, die in den Polizeifahrzeugen der Merseyside Police untergebracht sind, um sie eventuell traumatisierten Kindern an einem Tatort zur Verfügung zu stellen.

Doch ausgerechnet Helen wurde vom Schicksal äußerst hart getroffen, auch wenn es zunächst nach einem Happy End ausgesehen hat.

So besiegte sie erst kürzlich ihren Brustkrebs. Die Freude währte jedoch nicht lange. Kurz danach überbrachten die Ärzte der siebenfachen Mutter eine Nachricht, die nicht nur ihr den Boden unter den Füßen wegriss. Der Tumor habe sich auf ihre Lunge ausgebreitet.

Doch damit nicht genug: Jede Behandlung wäre zu spät und Helen habe nach Aussagen der Mediziner bestenfalls noch wenige Wochen zu leben. Erst vergangene Woche wurde sie in das St. John's Hospiz verlegt, wird seither palliativ betreut.

Zeit, den Schock zu verarbeiten, bleibt weder Helen noch ihrer Familie. Ihr Mann Stephen handelt allgegenwärtig, will die letzten wenigen Tage oder Wochen alles dafür tun, dass insbesondere ihre Kinder noch ein paar schöne Momente mit ihrer Mutter haben.

Stephen sammelt Geld für die Beerdigung und ein letztes gemeinsames Weihnachtsfest

Die drei jüngsten Kinder von Helen und Stephan: Jessica, Ellie und Sophie.
Die drei jüngsten Kinder von Helen und Stephan: Jessica, Ellie und Sophie.  © Screenshot/GoFundMe

So hat er eine Online-Spendenaktion gestartet, um Geld für ihre Beerdigung zu sammeln und ihre drei jüngsten Kinder - Ellie, 13, Sophie, 10 und Jessica, acht - mit ein paar Weihnachtsgeschenken zu versorgen, um ein letztes gemeinsames Weihnachtsfest auf die Beine stellen zu können, auch wenn es erst Oktober ist.

Der Zustand seiner großen Liebe sei "sehr schlecht", so Stephen. "Helen ist erst seit einer Woche im Hospiz, aber ihr Zustand verschlechtert sich rasant". Für Stephen, der seit seiner Schulzeit und somit mittlerweile seit über 30 Jahren mit Helen zusammen ist, war "die Nachricht einfach verheerend".

Mit der Spendenaktion möchte der 49-Jährige seiner großen Liebe und Mutter seiner Kinder "den Abschied ermöglichen, den sie verdient hat", nicht zuletzt auch, "um den Schmerz der Kinder zu lindern", so der gebrochene Mann.

"Sie ist meine Liebe des Lebens. Ich weiß nicht, wie es ohne sie weitergehen soll. Wir haben sieben Kinder, vier sind erwachsen, aber wir haben auch drei kleine Mädchen, die ihre Mutter brauchen", so Stephen über die acht, zehn und 13 Jahre alten Jessica, Sophie und Ellie.

Am 1. November soll es dann noch eine Party geben, um Helens Leben zu feiern. Davor soll möglichst das große Oktober-Weihnachtsfest im Hospiz stattfinden. Wer möchte, darf sich gerne an der Spendenaktion auf Gofundme beteiligen und Stephen und seine Familie unterstützen.

Bilder der Familie, die Stephen für GoFundMe zur Verfügung gestellt hat.
Bilder der Familie, die Stephen für GoFundMe zur Verfügung gestellt hat.  © Screenshot/GoFundMe

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