Millionen-Segen soll Dresdner Krebs-Forschung retten

Dresden - Schlechte Arbeitsbedingungen für Forscher sollen nun ein Ende haben. Die Deutsche Krebshilfe bewilligte eine Finanzspritze in einer Gesamthöhe von 10 Millionen Euro für den Forschungsstandort Dresden und verspricht damit Besserung.
Unter nicht ärztlichen Wissenschaftlern, wie Biologen, beschäftigen sich nur 7,7 % mit Krebsforschung.
Unter nicht ärztlichen Wissenschaftlern, wie Biologen, beschäftigen sich nur 7,7 % mit Krebsforschung.  © 123RF (Symbolbild)

Befristete Arbeitsverträge und schwammige Arbeitszeiten sind nur zwei Beispiele, die die Nachwuchsforscher von Morgen abschrecken. Um den miesen Arbeitsbedingungen entgegenzuwirken, gründete die Deutsche Krebshilfe bundesweit fünf Nachwuchszentren für Krebsforschung.

Eines davon ist das "Mildred-Scheel-Nachwuchszentrum" in Dresden.

Dieses kann sich über eine Finanzspritze in Höhe von 10 Millionen Euro zum Ausbau besserer Arbeitsbedingungen freuen. Über 5 Jahre hinweg, werden je 2 Millionen Euro ausgezahlt.

Mit dem Geld sollen unter anderem 14 neue Stellen geschaffen werden. Mütter und Väter sollen forschungsrelevante Seminare besuchen können. Dafür soll ein Teil des Geldes auch für sogenannte "Flying Nannys" (Kinderbetreuung) verwendet werden. Ein weiterer Teil fließt in Materialien und Geräte für Krebsforschung.

"Die Gesamtsituation ist schwierig", gibt die Deutsche Krebshilfe zu. Fakt ist nämlich, dass ein enormer Mangel an jungen Wissenschaftlern in der Krebsforschung besteht. Grund seien schlechte Vereinbarkeit von Beruf und Freizeit sowie unerträgliche Verträge.

Darunter leiden in erster Linie die Patienten. Durch die Investitionen erhofft man sich nun, den Anschluss an die Spitzen-Krebsforschung nicht zu verlieren.

43,9 Millionen Euro investierte die Deutsche Krebshilfe 2017 in die Forschung.
43,9 Millionen Euro investierte die Deutsche Krebshilfe 2017 in die Forschung.  © 123RF (Symbolbild)

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