Feuer wütet in Altbau: Zwei Tote, weitere Opfer möglich

Krefeld – Bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Krefeld sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Das Schicksal einiger Bewohner ist noch ungewiss.

Feuerwehrleute löschen von einem Löschkorb aus den Dachstuhl des brennenden Hauses in Krefeld.
Feuerwehrleute löschen von einem Löschkorb aus den Dachstuhl des brennenden Hauses in Krefeld.  © Roland Weihrauch/dpa

Sieben weitere seien von der Feuerwehr aus dem brennenden Gebäude gerettet worden, sagte ein Sprecher am frühen Donnerstagmorgen. Drei der Geretteten wurden in Krankenhäuser gebracht.

Insgesamt sind laut Feuerwehrangaben 20 Menschen in dem Haus gemeldet. Der Sprecher ging davon aus, dass sich einige Bewohner bereits vor Eintreffen der Einsatzkräfte aus dem Haus gerettet hatten.

Weitere Tote könnten nicht ausgeschlossen werden. Insgesamt 30 Personen aus dem Gebäude sowie den Nachbargebäuden werden laut Feuerwehr in einem Bus betreut.

Das Feuer sei vom Treppenhaus und vom Dachstuhl auf das ganze Haus übergegangen. Der Brand war am frühen Morgen noch nicht unter Kontrolle.

Die Feuerwehr bat die Bewohner der Stadt, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Warum das Feuer ausbrach, war zunächst unklar. Auch zu den Toten waren vorerst keine Details bekannt. Der Brand war gegen 3.00 Uhr in der Nacht aufgebrochen.

Update, 10:56 Uhr: Haus einsturzgefährdet

Feuerwehrleute untersuchen mit Hilfe einer Drehleiter das abgebrannte Haus.
Feuerwehrleute untersuchen mit Hilfe einer Drehleiter das abgebrannte Haus.  © Roland Weihrauch/dpa

Gegen 8.00 Uhr am Morgen hatten die Einsatzkräfte den Brand nach eigenen Angaben unter Kontrolle.

Die Nachlöscharbeiten und die Suche nach etwaigen Brandnestern gestalte sich schwierig, weil das Gebäude einsturzgefährdet sei, hieß es weiter.

Insgesamt seien 70 Rettungskräfte aus Krefeld und Nachbargemeinden im Einsatz gewesen.

Krefeld ist der zweite Brand eines Mehrfamilienhauses in Nordrhein-Westfalen innerhalb von drei Tagen. Am Dienstag waren in Gelsenkirchen bei einem Wohnhausbrand sieben Kinder, darunter ein Säugling, schwer verletzt worden. Zwei Erwachsene wurden lebensgefährlich verletzt (TAG24 berichtete).

Auch in Gelsenkirchen ist das Wohnhaus einsturzgefährdet.

Update, 13:13 Uhr: Auch Staatsschutz ermittelt

Kameraden besteigen an der Brandstelle einen Löschkorb.
Kameraden besteigen an der Brandstelle einen Löschkorb.

Laut Polizei konnte die Identität der beiden Todesopfer noch nicht ermittelt werden. In dem Haus seien 19 Personen aus Rumänien und Serbien gemeldet. Noch stehe nicht fest, wer zum Unglückszeitpunkt im Haus war.

Da das Haus wegen der Einsturzgefahr noch nicht vollständig überprüft werden konnte, können weitere Brandopfer nicht ausgeschlossen werden.

Bei dem Brandhaus handelt es sich laut Feuerwehr um einen etwa 100 Jahre alten Altbau mit einem hölzernen Treppenhaus. Die Treppe sei weggebrannt, sagte der Feuerwehrsprecher.

Ein Brandsachverständiger ermittelt derzeit vor Ort. Bezüglich der Brandursache werde in alle Richtungen ermittelt, auch der Staatsschutz sei eingebunden.

Titelfoto: Roland Weihrauch/dpa

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