So lebten die alten Römer: Ausstellung in Krefeld zeigt archäologische Funde

Krefeld – Die jüngste Grabung in Krefeld förderte viele Relikte aus der Römerzeit zutage. Ein Teil wird erstmals öffentlich ausgestellt. Es ist nur ein Bruchteil der 90.000 entdeckten einzelnen Funde.

Eine Fibel aus Gallien. Teil der Ausstellung über Römer in Krefeld.
Eine Fibel aus Gallien. Teil der Ausstellung über Römer in Krefeld.  © dpa/Roland Weihrauch

Krefeld blickt zurück in die Römerzeit: Fundstücke der jüngsten archäologischen Grabung im Stadtgebiet werden nun im Museum Burg Linn gezeigt.

In der Ausstellung zu sehen sind mehrere Hundert Zeugnisse aus dem alltäglichen Leben im einstigen römischen Gelduba - dem heutigen Ortsteil Gellep: etwa Kosmetikgeräte, Lanzen, Schwerter, Helme und Kochgeschirr.

Die Ausstellung "Abenteuer Großgrabung - Gräberfeld, Bataverschlacht und Römersiedlung in Krefeld-Gellep" dauert vom 10. November bis 20. September 2020. Erläutert wird auch, wie Ausgrabungen ablaufen.

Die Archäologen hatten bis Februar 2018 rund 90 000 Einzelfunde geborgen. Ein Teil ist bislang ausgewertet. Für die weiträumigen Beziehungen im Römischen Reich stehen die Münzen - unter anderem wurden sie in Londinium, dem heutigen London, und in Syrien geprägt.

Die Römer hatten nach dem Jahr 69 auf halbem Weg zwischen Neuss und Xanten ein Militärlager auf dem Gebiet des heutigen Krefelds eingerichtet. Es lag am Rhein und damit am Limes, der Grenze des Römischen Imperiums.

Dieser Niedergermanische Limes soll Teil des Unesco-Weltkulturerbes werden. Die Bewerbung unter Federführung der Niederlande ist auf dem Weg.

2000 Jahre alte Tonkrüge der Römer.
2000 Jahre alte Tonkrüge der Römer.  © dpa/Roland Weihrauch

Titelfoto: dpa/Roland Weihrauch

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