NRW-Bauern melken so viel Kuhmilch wie noch nie

Krefeld – Die Milchproduktion ist in Nordrhein-Westfalen entgegen dem Bundestrend auf ein Rekordniveau gestiegen.

2019 lieferten die Bauern aus NRW mehr als 2,7 Millionen Tonnen Kuhmilch an Molkereien (Symbolbild).
2019 lieferten die Bauern aus NRW mehr als 2,7 Millionen Tonnen Kuhmilch an Molkereien (Symbolbild).  © Roland Weihrauch/dpa

Die NRW-Landwirte haben 2019 nach einer ersten Schätzung mehr als 2,7 Millionen Tonnen Kuhmilch bei den Molkereien angeliefert, wie die Landesvereinigung der Milchwirtschaft am Mittwoch in Krefeld mitteilte.

Das entspräche einem Plus von 7,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Für Deutschland insgesamt wird hingegen mit einem minimalen Minus von 0,1 Prozent gerechnet.

Der Anstieg in NRW wird unter anderem damit erklärt, dass die Bauern mehr hochwertiges Futter zukaufen mussten, weil die eigenen Vorräte nicht ausreichten. Hier habe sich die Trockenheit bemerkbar gemacht.

Aufgrund des hohen Kostendrucks für die Betriebe sei außerdem der Tierbestand auf leistungsfähigere Tiere ausgerichtet worden.

Die Zahl der Milchkühe nahm laut der Novemberzählung in Jahresfrist um 2 Prozent beziehungsweise gut 8000 auf rund 401.400 Tiere ab. Pro Milchbetrieb sind das im Durchschnitt 75 Kühe - zwei mehr als vor einem Jahr. Die Erlöse der Milchbauern je Kilogramm Rohmilch gingen im Durchschnitt leicht um 0,6 Prozent auf 32,66 Cent zurück.

Die Landesvereinigung befürchtet indes einen beschleunigten Strukturwandel hin zu größeren Betrieben wegen Kostendrucks und staatlicher Auflagen. Viele Milchbauern hätten Existenzängste, hieß es.

In NRW gibt es knapp 400.000 Milchkühe, pro Betrieb sind das knapp 75 Kühe (Symbolbild).
In NRW gibt es knapp 400.000 Milchkühe, pro Betrieb sind das knapp 75 Kühe (Symbolbild).  © Philipp Schulze/dpa

Titelfoto: Philipp Schulze/dpa


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