Schulen verbieten Kindern, um Süßigkeiten zu betteln

Für Kinder ist der jährliche Umzug eine Riesengaudi.
Für Kinder ist der jährliche Umzug eine Riesengaudi.  © 123rf.com/stockbroker

Krefeld - Süßes oder Saures! Das fällt den bei den Kindern aus zwei Grundschulen in Krefeld in diesem Jahr aus. Die Gründe sind mehr als seltsam.

Der Martinszug, zu dem sich Kinder jedes Jahr lustig-gruselig kostümieren, um dann von Haus zu Haus zu ziehen und Süßigkeiten abzusahnen, fällt für hunderte Grundschüler flach.

Dabei ist die Teilnahme am Krefelder St. Martins Zug eine alte Tradition!

Wie die "Rheinische Post" berichtet, sagte die Rektorin der Regenbogenschule, Silke Spira, "dass der Weg den Kindern zu weit sei und sie die Papierlaternen nicht so lange tragen könnten". Die Schule wolle nur einen kleinen Teil des Weges mitgehen.

Außerdem seien Kinder nach dem Umzug im vergangenen Jahr auf dem Schulhof nicht mehr gefunden worden.

Und ein KO-Kriterium hat die Lehrerschaft auch noch parat: Die Flüchtlingskinder auf der Schule hätten angeblich Angst vor der Dunkelheit und vor Feuer.

Klaus Hess, Leiter des Martinskomitees, sieht das Vorgehen sehr kritisch: "Es macht keinen Spaß, unter diesen Umständen den Zug zu organisieren, wenn es seitens der Schulen keinen Respekt vor dem Brauchtum gibt."

Außer der Regenbogenschule hat auch die Buchenschule ihre Teilnahme am Martinstag abgesagt.

Titelfoto: 123rf.com/stockbroker


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