Feuerwehrlehrgänge: Bevölkerungsschutzzentrum an der A2

Kreis Gütersloh – In Spexard an der Autobahn 2 (A2) soll ein neues Bevölkerungsschutzzentrum der Feuerwehr entstehen.

Der neue zentrale Standort nahe der Autobahn bietet einige Vorzüge. (Symbolbild)
Der neue zentrale Standort nahe der Autobahn bietet einige Vorzüge. (Symbolbild)  © 123RF

Der Kreis Gütersloh will in Spexard ein Bevölkerungsschutzzentrum an der A2 errichten. Das neue Gebäude soll elf Millionen Euro kosten und als Ersatz für die Kreisfeuerwehrschule St. Vit sein.

Die Schule müsste erweitert werden, um die vielfältigen Anforderungen zu stemmen, berichtete die Neue Westfälische.

Zur Diskussion steht eine 18.000 Quadratmeter große Fläche hinter dem Pendlerparkplatz an der Verler Straße.

Dabei handelt es sich um eine Feuchtgrünlandfläche. Die Fläche gilt jedoch als Biotop, für die Nutzung müsste der Kreis eine Ausgleichsfläche vorweisen können.

Die Idee eines Neubaus in Autobahnnähe ist das Resultat einer kreisinternen Prüfung: Die Untersuchung hatte der Kreisausschuss im März in Auftrag gegeben.

Feuerwehrschule St. Vit bietet nicht mehr genügend Platz

Der Neubau soll auch für Lehrgänge der Feuerwehr genutzt werden. (Symbolbild)
Der Neubau soll auch für Lehrgänge der Feuerwehr genutzt werden. (Symbolbild)  © 123RF

„Die Kreisverwaltung beabsichtigt, den politischen Gremien des Kreises innerhalb der nächsten zwei bis drei Monate das abschließende Ergebnis der Prüfung vorzulegen und einen Entscheidungsvorschlag zu unterbreiten", hieß es in einer Nachricht an den Naturschutz-Beirat. Dieser soll nun eine Einschätzung zu dem Thema abgeben.

Die Feuerwehrschule wird seit 1976 in der ehemaligen Grundschule in St. Mit vom Kreis betrieben, mehr als 3.300 Teilnehmer besuchen die Angebote jährlich. 250 Veranstaltungen werden dort im Jahr ausgerichtet.

In dem Gebäude sind die Kreisschlauchpflegerei, eine Atemschutzübungsstrecke, eine Informations- und Kommunikationsgruppe, ein Außenübungsgelände und eine Fahrzeughalle untergebracht.

Der Kreis sah bei der enormen Auslastung keine Möglichkeit der Erweiterung. Die Schule dient den Feuerwehren aus dem ganzen Kreisgebiet zur Aus- und Fortbildung. Auch die Rettungsdienste des Kreises, aus Gütersloh und Rheda-Wiedenbrück nutzen die Räumlichkeiten für die Jahresfortbildung.

Die Stadt Rheda-Wiedenbrück wäre dazu bereit, St. Vit zu erweitern: 3.000 Quadratmeter mehr wären möglich. Dann würden 15.000 Quadratmeter zur Verfügung stehen. Auch eine getrennte Zu- und Abfahrt könnten gebaut werden. Drei Millionen müsste der Kreis dafür investieren.

Das Geld würde der Kreis lieber in einen Neubau stecken: Kürzere An- und Abfahrtswege sprechen für den Standort an der A 2. Besonders für Sondereinsatzfahrzeug, Sonderkomponenten des Brand- und Katastrophenschutzes und für Lehrgangsteilnehmer käme der zentrale Standort gelegen.

Mit dem Neubau könnte auf potenzielle Erweiterungsbauten verzichtet werden. Der Beirat der unteren Naturschutzbehörde wird am 5. Dezember über den Neubau diskutieren.

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