Sexsteuer abschaffen! Hier soll nicht mehr fürs Vergnügen gezahlt werden

Im Kreis Gütersloh gibt es eine sogenannte "Sexsteuer", die jetzt wegen einem Gerichtsurteil wieder abgeschafft werden soll.
Im Kreis Gütersloh gibt es eine sogenannte "Sexsteuer", die jetzt wegen einem Gerichtsurteil wieder abgeschafft werden soll.  © 123RF

Gütersloh - Sex und Steuern - das passt irgendwie gar nicht zueinander. Das hat auch die Stadt Gütersloh festgestellt, die 2013 die sogenannte "Sexsteuer" eingeführt hat. Dies soll bald der Geschichte angehören.

Diese außergewöhnliche Abgabe war 2013 in der Vergnügungssteuer verankert worden und sollte die Stadtkasse vollmachen. Einen wirklichen Ertrag hat das jedoch nicht gebracht. Nun soll alles wieder abgeschafft werden.

Ausschlaggebend dafür ist ein Urteil des Verwaltungsgerichts in Minden: Das hat nämlich die Stadt dazu angehalten, nicht die Eigentümerin eines Mehrparteienhauses steuerlich zu belangen, sondern die dort arbeitenden Prostituierten selbst.

Das sei der Stadtverwaltung jedoch ein zu hoher Aufwand, wie die Neue Westfälische berichtet. Die Konsequenz sei, dass nun jede einzelne Wohnungs-Prostituierte ermittelt werden müsse und zur Zahlung der Steuer aufgefordert werden müssen, hieß es weiter.

Um dies zu schaffen, müssten ständige Kontrollen durchgeführt werden, die mit dem vorhanden Personal gar nicht zu leisten sind. Deshalb soll die "Sexsteuer" nun zum 1. Januar 2018 aus den zutreffenden Passagen entfernt werden.

Blickt man auf die Einnahmen der letzten Jahre zurück, muss sowieso überlegt werden, ob sich die Einführung gelohnt hat. Im ersten Jahr flossen noch 16.200 Euro in die Kasse. In diesem Jahr rechnet man aktuell mit 6200 Euro, 2018 weiter sinkend.

Titelfoto: 123RF


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