Bei Eiseskälte: Frau findet ausgesetzten Hund

Der Hund gehört der Rasse Dobermann an. (Symbolbild)
Der Hund gehört der Rasse Dobermann an. (Symbolbild)  © 123RF

Kreis Herford - Abends bemerkt eine Frau mehrere Wolldecken am Straßenrand und dachte sich nichts dabei. Am nächsten Morgen stand ein völlig durchgefrorener Hund vor ihrer Haustür.

"Ich habe ihm den Befehl Sitz gegeben, den er befolgte. Als die Tür ein Stück offen war, stürmte er ins Haus. Menschliche Behausungen kennt er", erzählt der Partner der Neuen Westfälischen.

Vor der Tür bemerkte das Paar dunkle Pfotenabdrücke und Kratzer über die gesamte Eingangsfront. Auch ein Fliegengitter war zerrissen, so sehr hatte der Hund versucht, auf sich aufmerksam zu machen.

"Das ist alles halb so wild", sagt das Paar über die Kratzer. "Viel schlimmer ist es, dass er bei der Kälte die ganze Nacht draußen war. Der Hund ist weggeworfen worden wie eine Sache. Er hätte erfrieren können."

Bei dem Hund handelt es sich um einen rund ein Jahr alten Dobermann-Rüden, dessen Halter jetzt ermittelt werden soll. An der Innenseite des Oberschenkels hat er eine lange Narbe: "Dabei handelt es sich um eine professionelle Narbe, wie sie bei Operationen entsteht", sagt Franziska Menkat vom Tierheim Eichenhof.

Die Tierheim-Mitarbeiter sind ebenfalls entsetzt: "Am Tierheim gibt es extra eine Notbox, in der Halter ihr Tier anonym abgeben können. Dort gibt es Wasser, ein Körbchen und es ist warm. Das ist immer besser, als das Tier irgendwo auszusetzen."

Gechippt oder tätowiert sei der Hund dagegen nicht. Er bleibt jetzt etwa 14 Tage im Tierheim und da er als Fundhund gilt, hat der Besitzer sechs Monate Zeit, ihn abzuholen.

Titelfoto: 123RF


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