Jubel beim FCE: Aue bekommt ein neues Stadion!

Annaberg-Buchholz - Aue bekommt sein neues Stadion! Der Kreistag hat sich am Mittwochabend mehrheitlich mit 70 Ja, zehn Nein-Stimmen und zehn Enthaltungen für das 24 Millionen Euro teure Projekt entschieden! MOPO24 berichtete im Liveticker.

18:27 Uhr: Jaa, es ist geschafft: Das Stadion wird gebaut. Mit großer Mehrheit wird das Projekt umgesetzt. 70 Ja-, 10 Nein-Stimmen und 10 Enthaltungen gab es. Dagegen stimmten nur die AfD und die Grünen, enthalten hat sich die NPD und einige Linke. Es kann losgehen. Den Verantwortlichen des FC Erzgebirge fällt ein Stein vom Herzen. Es kann los gehen. Es war die wichtigste Entscheidung für den Verein in den letzten Jahren.

18:20 Uhr: Jetzt kommt es zur namentlichen Abstimmung des Projekts. Nun beginnt die heiße Phase. Insgesamt sind 90 Kreisräte stimmberechtigt. Da es eine namentliche Abstimmung ist und jeder einzeln aufgerufen wird, kann das einige Minuten dauern.

18:17 Uhr: Der Antrag eines Bürgerentscheids wurde abgelehnt. 15 Kreisräte stimmten für den Antrag, 63 dagegen.

18:14 Uhr: Jetzt kommt es zur Abstimmung des Antrags auf Bürgerentscheid.

18:08 Uhr: Zurzeit laufen heftige Diskussionen zum Für und Wider des Stadionbaus. Es ist aber deutlich zu sehen, dass AfD und die Grünen mit ihren Meinungen gegen das Stadion allein sind. Sie ernten häufig Kopfschütteln. Die anderen Fraktionen reden dafür. Vor allem Andreas Stark widerspricht mit hochrotem Kopf den Worten der AfD und der Grünen.

17:49 Uhr: Auch Rüdiger Jurke, Manager von Handball-Zweitligist EHV Aue, sitzt im Publikum. Michael Brendel von der FDP spricht gerade: "Ich bitte Euch, heute für das Projekt zu stimmen. Alles andere ist Verzögerungstaktik. Wir hatten drei Jahre Zeit, uns dagegen zu entscheiden. Manche verhalten sich gerade so, als wenn sie ewig lange eine Urlaubsreise planen, das Ziel heraussuchen, den Flug, das Hotel. Und dann sagen wir auf dem Flughafen: Ach, wir machen doch was anderes. Das geht nicht. Daher, wir als FDP stimmen zu. Wir gehören nicht zu den Erbsenzählern."

17:38 Uhr: Die Freien Wähler wollen dem Projekt zustimmen, obwohl über eine Million Euro an Fördergeldern für die Südtribüne zurückgezahlt werden muss. "Das ist eine Schande für den Freistaat Sachsen", so Jürgern Förster, Fraktionschef der Freien Wähler. CDU-Franktionsvorsitzender Carsten Michaelis: "Mich beeindruckt die Aufbruchstimmung, die nach dem Abstieg herrscht, es gab bisher 600 neue Mitglieder. Das ist einmalig. Daher wäre es ein falsches Zeichen, das Stadion jetzt zu verschieben."

17:35 Uhr: CDU-Mann Steffen Flath hält dagegen: "Einen Bürgerentscheid halten wir nicht für notwendig. Ein Bürgerentscheid ist Bestandteil der Demokratie. Aber die findet auch in einem Kreistag statt. Wir haben ausreichend Möglichkeiten gehabt, darüber abzustimmen. Es passiert hier nichts Hals-über-Kopf. Die AfD hat ihr Anliegen sehr polemisch vorgetragen, wir haben uns sehr intensiv mit dem Thema beschäftigt. Selten ist ein Projekt so tiefgründig untersucht worden."

17:14 Uhr: Jetzt gibt es auch einen Antrag der AfD auf einen Bürgerentscheid des Baus. Dafür ist eine Zweidrittel-Mehrheit notwendig. AfD-Fraktionschef Ingolf Leubner erläutert den Antrag. Er fordert Vernunft und Augenmaß. Er kann sich nicht vorstellen, dass sich der Verein durch den Abstieg in die 3. Liga nicht leisten kann. Er sieht das Risiko eines Pachtausfalls. Leubner: "Die geplanten 100.000 Euro Betriebskostenzuschuss vom Kreis an den Verein ist nichts anderes als eine verdeckte Subvention. Das ist ein Unding."

17:05 Uhr: Andreas Stark spricht wieder und erklärt den Kreisräten, dass ein kompletter Umbau auf Jahre hinweg günstiger wird als eine schrittweise Erneuerung. Die Südtribüne zum Beispiel müsste in einigen Jahren erneut saniert werden, das kostet auch genügend Geld. "Mit einem Komplettumbau sind wir auf der sicheren Seite." Der Landkreis wird für den Stadionbau einen Kredit über 15 Millionen Euro aufnehmen, will diesen innerhalb von 20 Jahren mit fester Zinsbindung zurückzahlen. Die restlichen Gelder sind Eigenmitteln des Landkreises und je 1,12 Millionen von der Stadt Aue und dem FC Erzgebirge.

16:57 Uhr: Zum Ende seines Vortrags verweist Bertram Höfer auf die neuen Stadien in Dresden, Halle, Magdeburg und bald auch in Chemnitz. "Die gute Stimmung in diesen Stadien fördert die Leistung. Die Arenen dort sind Sehenswürdigkeiten, Leuchttürme der Region. Sie sichern den Standort des Fußballs. Nur ein neues Stadion sichert unseren Standort. Bitte, liebe Kreisräte, stimmen Sie zu."

16:47 Uhr: Bertram Höfer, 2. Vorsitzender des FCE-Aufsichtsrates, spricht. Er erklärt die Probleme der Zulassung für den Verein von DFB und DFL: fehlende Presseräume und Mixed-Zone, schlechte Sanitäranlagen. "Wir durften nur deshalb spielen, weil die Gespräche zum Stadionbau liefen." Höfer erinnert an die Ausnahmegenehmigung des Verbandes und die Außenwirkung, die der FC Erzgebirge erzeugt: "Wenn ich bei Google Erzgebirge eingebe, erscheint zuerst immer der FC Erzgebirge Aue. Das ist mit Werbung nicht zu bezahlen."

16:37 Uhr: Jetzt hat Ronny Erfurt das Wort. Der Generalplaner vom Büro "Phase 10" erläutert anhand einer Power-Point-Präsentation, wie das Stadion in Aue einmal aussehen soll. Die Arena würde laut Erfurt knapp 20 Millionen Euro nette kosten. Der FC Erzgebirge und die Stadt Aue beteiligen sich mit je 5,6 Prozent (1,12 Millionen Euro).

16:25 Uhr: Andreas Stark, 2. Beigeordneter des Erzgebirgskreises, beginnt, das Projekt zu erläutern. Die letzte große Sanierung der "Veilchen"-Spielstätte gab es vor mehr als 20 Jahren.

16:12 Uhr: Der Antrag von Ulrike Grahl (Grüne), den Tagesordnungspunkt Stadionneubau abzusetzen, wird mehrheitlich abgelehnt. Ulrike Grahl argumentierte, dass der Punkt nicht beschlussreif sei, weil es sich plötzlich um einen kompletten Neubau handele und der FC Erzgebirge aus der 2. Bundesliga abgestiegen sei. Sie plädierte für einen Bürgerentscheid.

16:00 Uhr: Die Sitzung beginnt. Der vierte Punkte der Tagesordnung beschäftigt sich mit dem Stadion-Neubau in Aue. Viele FCE-Fans schauen im Foyer zu. Auch Sportdirektor Steffen Ziffert und Uwe Leonhardt, Bruder von FCE-Boss Helge, sind gekommen.


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