Chemnitzer Krematorium muss sparen

Das Chemnitzer Krematorium.
Das Chemnitzer Krematorium.

Von Torsten Schilling

Chemnitz - Rund 2,4 Millionen Euro jährlich überweisen die städtischen Töchter Entsorgungsbetrieb (ESC), Abfallentsorger ASR und der Friedhofs- und Bestattungsbetrieb (FBB) ans Rathaus.

Auf 40.000 Euro vom FBB muss Kämmerer Schulze künftig verzichten, denn: „Ab 2019 wird der FBB den Kredit nicht mehr aus Eigenmitteln bedienen können.“

Der Kredit war einst für die Totalsanierung und Erweiterung des Krematoriums (Reichenhainer Straße) von 1990 bis 1994 verwendet worden.

Komplett neu gebaut wurden die Einäscherungsöfen. Erneuert wurden Kühlräume sowie Mess- und Regeltechnik, auch das denkmalgeschützte Hauptgebäude des Krematoriums wurde auf Vordermann gebracht. Das am 15. Dezember 1906 eröffnete Krematorium war das erste in Sachsen.

2015 verzeichnet der Friedhofs- und Bestattungsbetrieb 4200 Einäscherungen, 2340 Urnenbeisetzungen und 40 Erdbestattungen, was Einnahmen von 4,6 Millionen Euro einbringt.

Die Ausgaben für Betriebskosten und die Gehälter belaufen sich auf 4,4 Millionen Euro.

Pro Jahr sterben in Chemnitz rund 4000 Menschen.

90 Prozent der Beisetzungen in Chemnitz sind Feuerbestattungen. Urnen können in einer Wand (Kolumbarium) beigesetzt werden.
90 Prozent der Beisetzungen in Chemnitz sind Feuerbestattungen. Urnen können in einer Wand (Kolumbarium) beigesetzt werden.

Fotos:Peter Zschage


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